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    Gewalt in Südkirgistan war neue Terrorform - Vizepremier

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    Schwere Unruhen in Süden Kirgistans (146)
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    Der Konflikt zwischen Kirgisen und Usbeken in Südkirgistan ist eine neue Form von Terroranschlägen gewesen, erklärte der kirgisische Vizepremier Omurbek Tekebajew am Dienstag vor der Presse.

    BISCHKEK, 13. Juli (RIA Novosti). Der Konflikt zwischen Kirgisen und Usbeken in Südkirgistan ist eine neue Form von Terroranschlägen gewesen, erklärte der kirgisische Vizepremier Omurbek Tekebajew am Dienstag vor der Presse.

    „Das ist eine Abart einer neuen Form eines Terrorangriffs - der ethnische Konflikt. Die Situation wurde vorbereitet, angeheizt und in Gang gesetzt“, äußerte der Stellvertreter der Regierungschefin Rosa Otunbajewa.

    Infolge des Konfliktes konnten nach Tekebajews Worten extremistische Kräfte im Juni die Situation im Land unter ihre Kontrolle nehmen.

    Dem Vizepremier zufolge ist eine internationale Untersuchung der Ursachen des Konfliktes unter Teilnahme internationaler Experten notwendig. „Diese Fragen müssen unter Berücksichtigung der Spezifik der gesamten Zentralasiatischen Region und nicht nur eines einzelnen Landes behandelt werden“, fügte Tekebajew an.

    Im südkirgisischen Osch waren im Juni blutige Zusammenstöße zwischen Kirgisen und Usbeken ausgebrochen, die in den Folgetagen auf das benachbarte Gebiet Dschalal-Abad übergriffen. Osch, das mit mehr als 200 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kirgistans ist, brannte bei den Unruhen zu 70 Prozent aus.

    In den südkirgisischen Gebieten Osch und Dschalal-Abadmsind waren insgesamt 1500 Bauten, meistens Wohnhäuser, niedergebrannt.

    Nach offiziellen Angaben waren bei den Unruhen fast 300 Menschen, nach inoffiziellen Angaben 2000 Menschen ums Leben gekommen. Fast 500 000 kirgisische Bürger wurden Flüchtlinge.

    Nach UN-Angaben war von den Unruhen in Südkirgistan insgesamt fast eine Million Menschen betroffen.

    Zwei Monate davor hatte die kirgisische Opposition mit Rosa Otunbajewa an der Spitze Präsident Kurmanbek Bakijew gestürzt. Bei dem Putsch waren mehr als 84 Menschen getötet worden. Osch gilt als Bakijews ehemalige Hochburg.

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