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    Experte: Janukowitschs Russland-Annäherung bleibt aus

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    Die von Präsident Viktor Janukowitsch angekündigte Annäherung an Russland ist weitgehend nur Absicht geblieben, sagte der ukrainische Politikexperte Wladimir Dscharalla im Hinblick auf das Manöver Sea Breeze.

    SIMFEROPOL, 13. Juli (RIA Novosti). Die von Präsident Viktor Janukowitsch angekündigte Annäherung an Russland ist weitgehend nur Absicht geblieben, sagte der ukrainische Politikexperte Wladimir Dscharalla im Hinblick auf das Manöver Sea Breeze.

    Seit dem Abgang von Janukowitschs Vorgänger Viktor Juschtschenko habe sich im Verteidigungsbereich nicht viel geändert, sagte Dscharalla am Dienstag RIA Novosti: „Gemeinsame Übungen mit US-Soldaten finden wieder statt und sind sogar größer geworden. Vielleicht versucht die ukrainische Staatsführung auf diese Weise, ihre Beziehungen zu dem Westen nicht endgültig zu ruinieren. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass sie auf Nato-Beitrittspläne nicht verzichtet hat“.

    Das internationale Manöver Sea Breeze 2010 hatte am Montag im Süden der Ukraine begonnen. Die USA, Aserbaidschan, Belgien, Griechenland, Georgien, Dänemark, Moldawien, Polen, die Türkei, Schweden und Deutschland nehmen daran teil. In den vergangenen Jahren war das Manöver ständig von Anti-Nato-Protesten begleitet und im vergangenen Jahr auch vom ukrainischen Parlament verboten worden. Diesmal wollte sich die regierungstreue Parlamentskoalition dem Manöver nicht in den Weg stellen. Zuvor hatte sie allerdings ein Gesetz verabschiedet, das die Ukraine als blockfreien Staat einstuft und damit einen Nato-Beitritt praktisch ausschließt.

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