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    Nach Spionageskandal: Russlands Agent Karetnikow war bei Microsoft tätig

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    Mutmaßliche russische Spione in USA verhaftet (73)
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    Der Bürger Russlands Alexej Karetnikow, der am Dienstag von den Behörden der USA des Landes verwiesen wurde, war Angestellter bei Microsoft.

    WASHINGTON, 14. Juli (RIA Novosti). Der Bürger Russlands Alexej Karetnikow, der am Dienstag von den Behörden der USA des Landes verwiesen wurde, war Angestellter bei Microsoft.

    Wie der Fernsehsender Komo News Seattle am Dienstagabend mitteilte, wohnte Karetnikow in Redmond bei Seattle, wo sich das Hauptquartier von Microsoft befindet.

    Der 23-jährige Karetnikow hatte sich weniger als ein Jahr lang in den USA aufgehalten. Bei Microsoft habe er Software getestet, so der Fernsehsender. „Das Unternehmen wollte nicht darauf eingehen, was zu den Funktionen seines ehemaligen Mitarbeiters gehörte und wann er dort angestellt wurde“, hieß es.

    Laut Karetnikows Facebook-Seite hatte er 2009 die Polytechnische Universität Sankt Petersburg absolviert.

    Wie ein Sprecher des US-Ministeriums für innere Sicherheit RIA Novosti mitteilte, wurde Karetnikows Ausweisung mit der Verletzung des Immigrationsgesetzes begründet.

    Der Staatsbürger Russlands Alexej Karetnikow habe vor dem Immigrationsgericht „gestanden, dass er sich rechtswidrig in den USA aufhält“, so der Sprecher. „Dem Gerichtsprozess hat er eine freiwillige Deportation vorgezogen.“

    Zuvor hatte die Zeitung The Wall Street Journal mitgeteilt, dass ein weiterer russischer Staatsbürger, der im Zusammenhang mit dem neuesten Spionageskandal festgenommen worden sei, voraussichtlich des Landes verwiesen werde. Den Namen nannte die Zeitung nicht.

    Die Ermittlungsbeamten verfügten über keine Beweise für rechtswidrige Aktivitäten des Verdächtigten, schrieb das Blatt unter Berufung auf amerikanische Justizbehörden.

    Der amerikanisch-russische Spionageskandal war Ende Juni ausgebrochen, als in den USA zehn mutmaßliche russische Agenten festgenommen wurden. Einige Tage später wurden sie in Wien gegen vier Russen, die in Russland wegen Spionage verurteilt worden waren, ausgetauscht. Im Vorfeld des Austausches waren sie von Präsident Dmitri Medwedew begnadigt worden.

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