20:09 17 Oktober 2018
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    Bundesaußenminister Westerwelle reist nach Russland und Zentralasien

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    10. Petersburger Dialog (24)
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    Der deutsche Bundesaußenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle leitet seine gegenwärtige mehrtägige Auslandsreise am Mittwoch mit einem Russland-Besuch ein.

    BERLIN, 14. Juli (RIA Novosti). Der deutsche Bundesaußenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle leitet seine gegenwärtige mehrtägige Auslandsreise am Mittwoch mit einem Russland-Besuch ein.

    Am Mittwochabend soll er sich mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow treffen und am Donnerstag neben Bundeskanzlerin Angela Merkel an deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Jekaterinburg (im Ural-Gebiet) teilnehmen, teilte der Pressesprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke, mit.

    Danach soll sich Westerwelle nach Usbekistan, Kirgistan und Kasachstan begeben.

    Am Donnerstagnachmittag soll sich Westerwelle in Taschkent mit dem Präsidenten von Usbekistan, Islam Karimow, und seinem usbekischen Amtskollegen, Wladimir Norow, treffen. Als wichtigstes Gesprächsthema nannte Peschke die Lage der Flüchtlinge in dieser Region.

    Am Freitag werden Guido Westerwelle und sein französischer Amtskollege Bernard Kouchner in Osch (Kirgistan) erwartet. Die beiden Außenminister wollen die Situation mit den Flüchtlingen nach den Unruhen in Südkirgistan vor Ort studieren und anschließend nach Bischkek fliegen, wo sie sich mit der Übergangspräsidentin Kirgistans, Rosa Otunbajewa, treffen sollen.

    Wie Pressesprecher Peschke weiter mitteilte, wollen die Verhandlungsteilnehmer die Lage in Kirgistan im Allgemeinen und insbesondere die für den Herbst geplante Parlamentswahl zum Zweck einer langfristigen Stabilisierung der Situation in Zentralasien erörtern.

    In Südkirgistan war es im Juni zu bewaffneten Konflikten zwischen Kirgisen und Bürgern usbekischer Abstammung gekommen. Die Pogrome, Plünderungen und Brandstiftungen dauerten etwa eine Woche an.

    Nach inoffiziellen Angaben wurden bei den ethnischen Zusammenstößen in Kirgistan im Juni fast 2000 Menschen getötet, Tausende wurden verletzt.

    Nach vorläufigen Angaben wurden in den kirgisischen Gebieten Osch und Dschalal-Abad fast 2500 Bauten und zahlreiche Objekte der Infrastruktur vernichtet.

    Fast 500 000 kirgisische Bürger wurden Flüchtlinge, die vor allem im benachbarten Usbekistan nach Obdach suchten.

    Nach UN-Angaben war von den Unruhen in Südkirgistan insgesamt fast eine Million Menschen betroffen.

    Zwei Monate davor hatte die kirgisische Opposition mit Rosa Otunbajewa an der Spitze Präsident Kurmanbek Bakijew gestürzt. Bei dem Putsch waren 84 Menschen getötet worden. Osch gilt als Bakijews ehemalige Hochburg.

    Zum Abschluss der Asien-Reise nimmt Westerwelle am Samstag an einem informellen Außenministertreffen der Mitgliedsländer der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit im kasachischen Alma-Ata (bis 1997 die Hauptstadt Kasachstans) teil.

     

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