20:26 18 Dezember 2018
SNA Radio
    Politik

    Russland feiert neuen religiösen Gedenktag - „Nesawissimaja Gaseta“

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    In Russland ist weiteres religiöses Fest als staatlicher Gedenktag anerkannt worden: der Tag der Taufe Russlands, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). In Russland ist weiteres religiöses Fest als  staatlicher Gedenktag anerkannt worden: der Tag der Taufe Russlands, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    Das Fest wird am 28. Juli, dem Gedenktag des heiligen Fürsten Wladimir, Täufer Russlands, begangen.

    Laut Alexander Schurawski vom Ministerium für Regionalentwicklung, bestimmt dieses Datum die kultur-historische Gemeinschaft und eine der wichtigsten Identitäten von vielen russischen Einwohnern. Man müsse keine Angst haben, so ein Fest auf staatlicher Ebene zu feiern. Man müsse es Europa nicht gleichtun, das die Hijabs verbietet, betonte Schurawski. „Europa hat Angst vor seiner christlich-jüdischen, teilweise islamischen  Identität (wenn man an Spanien erinnert). Hier treffen zwei Wertsysteme aufeinander - säkulares und religiöses", so der Beamter.

    Wladimir Schmali von der Russisch-Orthodoxen Kirche zufolge muss man das Datum der Taufe Russlands wie seinen eigenen Geburtstag kennen. „Unsere große Familie, nicht nur russische, sondern auch die ukrainische, weißrussische, ostslawische, muss sich an ihre Wurzeln erinnern, um ihre Identität nicht zu verlieren und sich in der anonymen Vielfalt der Kulturen und Geschichten nicht zu verirren. Man muss die eigene Geschichte kennen", sagte Schmali.

    Die Geschichte der Russisch-Orthodoxen Kirche sei untrennbar mit der Geschichte des russischen Staates verbunden. Es sei der wichtigste Bestandteil unseres historischen Gedächtnisses, sagte er. Wenn der Staat unserem Volk helfen würde, das Ausmaß der sittlichen und religiösen Katastrophe zu begreifen, die im 20. Jahrhundert geschah, würde dies vielleicht die beste Unterstützung seitens des Staates sein, so Schurawski. „Man muss die Menschen daran erinnern, wie Russland vor der Revolution ausgesehen hatte und was danach geschah", sagte Schurawski.

    Laut Alexander Kyrleschew, Theologe bei der Russisch-Orthodoxen Kirche, kann man dieses Fest zwar unterschiedlich bewerten, es wurde jedoch selbst in Sowjetzeiten als ein wichtiges Gedenkdatum wahrgenommen. Über die Gegner dieses Festes sagte Kyrleschew, dass die Menschen, die sich schroff und kurz äußern, überhaupt kein Interesse daran haben und in der Regel keine Nachrichtn lesen. Sie denken in Klischees und regen sich auf, wenn es etwas neues gibt.

    Dass der Tag der Taufe Russlands staatlich anerkannt werde, sei eine Frage der „Identität der Zivilisation", betonte Schurawski. „In unserem Land besteht die Identität der Zivilisation aus unterschiedlichen Teilen. Es handelt sich um eine synthetische Identität, bei der die Orthodoxie einen großen Platz einnimmt. Zudem gibt es einen islamischen Teil. Nicht zufällig wurde bei der Erörterung dieses Gesetzentwurfs im Föderationsrat vorgeschlagen, ein zusätzliches Gedenkdatum einzuführen: den Tag der Annahme des Islams in Russland", so der Experte. 

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren