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    Russland vereinfacht Einbürgerungsverfahren für Landsleute – "Rossijskaja Gaseta"

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    In Russland lebende ausländische Bürger, die am staatlichen Programm zur Förderung des freiwilligen Umzugs von Landsleuten aus dem Ausland nach Russland teilnehmen wollen, können sich jetzt an territoriale Abteilungen des Föderalen Migrationsamtes wenden, schreibt die Zeitung "Rossijskaja Gaseta" am Freitag.

    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). In Russland lebende ausländische Bürger, die am staatlichen Programm zur Förderung des freiwilligen Umzugs von Landsleuten aus dem Ausland nach Russland teilnehmen wollen, können sich jetzt an territoriale Abteilungen des Föderalen Migrationsamtes wenden, schreibt die Zeitung "Rossijskaja Gaseta" am Freitag.

    Die russische Regierung hat kürzlich die Richtlinien bei der Ausstellung der Ausweise für Teilnehmer dieses Programms auf dem Gebiet Russlands bestimmt.

    Die Bewerber müssen lediglich einen Antrag und alle erforderlichen Dokumente bei den Migrationsämtern jener Föderationsmitglieder, die am Programm beteiligt sind, einreichen. Binnen 60 Tagen bekommen sie dann einen Teilnehmerausweis.

    Wie Michail Tjurkin, Vizechef des Migrationsamtes, sagte, ist es wichtig, dass die nach Russland gezogenen Personen ihre Entscheidung nicht bedauern und bis an ihr Lebensende im Land bleiben.

    Bisher wurden insgesamt mehr als 29.000 Anträge von Personen eingereicht, die am Programm teilnehmen wollen. Es sollen bereits 22.000 Landsleute nach Russland gezogen. Nach dem Ausbruch der globalen Finanzkrise entstanden zwar die Befürchtungen, dass russische Regionen nicht imstande wären, die Landsleute zu empfangen, was jedoch nicht der Fall war. Allein 2009 kamen 9219 Menschen nach Russland, was die Zahlen von 2007 und 2008 (jeweils 685 und 8346) übertraf.

    Was die Attraktivität der Regionen für die Landsleute angeht, so bevorzugen sie die zentralen und westlichen Gebiete Russlands - vor allem die Gebiete Kaliningrad, Kaluga und Lipezk. In Sibirien entscheiden sich die Landsleute hauptsächlich für die Region Krasnojarsk.

    Die globale Krise hat die Umsetzung des Programms teilweise beeinträchtigt. 2009 waren in den Regionen, die sich seit 2007 daran aktiv beteiligt hatten, ein Trend zur Einstellung von Investitionsprojekten beobachten. Dementsprechend wurden viele Arbeitsplätze gestrichen, die für die Landsleute bestimmt waren.

    Deshalb verschoben einige Regionen und Teilrepubliken ihren Einstieg ins Programm. Diese Tendenz ist beunruhigend, weil selbst die wirtschaftlich stabilen Republiken Tatarstan, Baschkirien usw. mit solchen Initiativen auftreten. Dennoch konnte ein akzeptables Tempo der Programmerfüllung dank der Heranziehung von anderen Regionen eingehalten werden.

    Nachdem sich die Wirtschaftssituation in Russland stabilisiert hat, sieht das Migrationsamt als Koordinator des Programms seine wichtigste Aufgabe in der aktiven Arbeit mit der Führung von Föderationsmitgliedern. Das Ziel sei, das Territorium möglichst zu erweitern, auf dem die Landsleute empfangen werden können, so Tjurkin. Eine wichtige Rolle gehöre dabei den regionalen Behörden, ergänzte er.

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