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    Medwedew nutzt Twitter als neues Sprachrohr – „Nesawissimaja Gaseta"

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    Seit kurzem ist Präsident Dmitri Medwedew fleißiger Twitter-Nutzer mit vielen Followern, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Seit kurzem ist Präsident Dmitri Medwedew fleißiger Twitter-Nutzer mit vielen Followern, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    Der Vorzug des Kurznachrichtendienstes besteht darin, dass jede interessante Information sofort vielen Menschen mitgeteilt werden kann. Der Staatschef hinterlässt im Twitter hauptsächlich Reisenotizen, während sich die russischen Parteien unermüdlich beschimpfen - vor allem die Mitglieder der Parteien Geeintes Russland und Gerechtes Russland.

    Medwedew twittert seit seinem USA-Besuch im Juni. Im Headquarter von Twitter machte er vor TV-Kameras feierlich seinen ersten Eintrag auf seinem Microblog: "Hallo allerseits! Ich bin im Twitter, und das hier ist meine erste Mitteilung!"

    Übrigens ist Medwedew nicht der aktivste Nutzer dieser Plattform. In der letzten Woche zählte sein Microblog an die 30 Mitteilungen. So fragte der Präsident, ob es während seines Flugs nach Finnland in Moskau geregnet habe, teilte mit, dass die Bewachung der strategischen Objekte nach dem Terroranschlag auf das Wasserkraftwerk in Kabardino-Balkarien verstärkt worden sei, und gratulierte  dem Schauspieler Wassili Liwanow ("der beste Sherlock Holmes") zum Geburtstag.

    In Russland zählt dieses Sozialnetzwerk über 183.000 User, darunter sind einige Prominente. Twitter-Nutzer Dmitri Gudkow, Vorsitzender der Jugendorganisation der Partei Gerechtes Russland, erzählte, dass zu den aktivsten Twitter-Usern zum Beispiel Arkadi Dworkowitsch, Wirtschaftsberater des Präsidenten, und die bekannte TV-Moderatorin Tina Kandelaki, Mitglied der Gesellschafskammer, gehören. Auch einige Regionalschefs twittern gern.

    Seit Medwedew twittert, wurden die Parteien des Landes auf das Portal aufmerksam. Zu den ersten Usern der Kommunikationsplattform gehörten junge Mitglieder von Geeintes Russland und von Gerechtes Russland. Mitglieder der KP und der Liberaldemokraten dagegen und Vertreter anderer Parteien (Jabloko, Russlands Patrioten und Gerechte Sache) haben sich mit dem Microblogging noch nicht anfreunden können. Dagegen haben Vertreter der außerparlamentarischen Opposition den Kurznachrichtendienst  sich bereits zunutze gemacht. Laut „Nesawissimaja Gaseta" verfolgt der Kreml die zunehmende Bedeutung dieses Portals für die Jugend.

    Anders als die anderen Portale ist Twitter ein Massenkommunikationsmittel. Die User stellen Links zu Themen -  auch Videos oder Musikdateien - ein, die von anderen Usern abonniert werden können.

    Twitter könnte auch für politisch aktive Bürger nützlich werden. Es gibt Gerüchte, dass alle jüngsten Massenunruhen in den GUS-Staaten mit Internet begannen. Das geht ungefähr so vor sich: Ein Politiker informiert in seinem Microblog seine Follower von einer geplanten Aktion. Daraufhin verbreitet sich diese Information wie ein Lauffeuer und erreicht Hunderttausende User.