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    Streubomben-Verbot tritt ohne USA und Russland in Kraft

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    Das Übereinkommen über Streumunition aus dem Jahr 2008 tritt heute in Kraft. Die größten Militärmächte wie USA, Russland, China, Indien und Israel wollen auf die heimtückische Waffe, die vor allem Zivilisten bedroht, vorerst nicht verzichten.

    MOSKAU, 01. August (RIA Novosti). Das Übereinkommen über Streumunition aus dem Jahr 2008 tritt heute in Kraft. Die größten Militärmächte wie USA, Russland, China, Indien und Israel wollen auf die heimtückische Waffe, die vor allem Zivilisten bedroht, vorerst nicht verzichten.

    Bei der Streumunition handelt es sich um Bomben oder Granaten, die bei ihrem Einsatz große Mengen kleiner Sprengkörper verteilen, welche in vielen Ländern nach Ende der bewaffneten Konflikte als nicht explodierte Blindgänger das Leben von Millionen Menschen gefährden.

    Die weltweite Ächtung von Streubomben ist mit der Unterzeichung der entsprechenden internationalen Konvention zum Verbot dieser Waffen ein gutes Stück näher gekommen. Das im Dezember 2008 in Oslo signierte Übereinkommen verpflichtet die beteiligten Staaten, die Herstellung und Verbreitung von Streubomben einzustellen, Bestände zu vernichten sowie Opfer von Streubomben zu unterstützen.

    Bislang sind mehr als hundert Nationen der Konvention beigetreten. Die größten Militärmächte der Welt, die auch zu den Hauptproduzenten von Streumunition zählen: die USA, Russland und China, planen vorerst keinen Einstieg in das Abkommen.

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    Das Verbot der Streumunition könne im Konfliktfall das Leben von US-Soldaten und ihren Verbündeten gefährden, hieß es aus dem US-Verteidigungsministerium. Moskau verwies in seiner Begründung darauf, dass die Konvention von Oslo die Anwendung von High-Tech-Streumunition nicht verbiete, über die mehrere Teilnehmerstaaten verfügten.

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