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    Trotz Obamas Appell: Iran will US-Wanderer vor Gericht stellen

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    Trotz Appell des US-Präsidenten Barack Obama will der Iran den drei amerikanischen Wanderern, die vor einem Jahr ohne Einreisevisa im iranischen Kurdistan festgenommen worden sind, den Prozess machen.

    MOSKAU, 01. August (RIA Novosti). Trotz Appell des US-Präsidenten Barack Obama will der Iran den drei amerikanischen Wanderern, die vor einem Jahr ohne Einreisevisa im iranischen Kurdistan festgenommen worden sind, den Prozess machen.

    Das „Verbrechen" der drei Wanderer sei „offensichtlich", sagte der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast am Sonntag nach Angaben der Agentur AP. Diese hätten „mit Absicht" die Sicherheit des Iran gefährdet und müssten vor Gericht.

    Shane Bauer (27), Sarah Shourd (31) und Joshua Fattal (27) waren am 31. Juli 2009 im Raum der iranischen Grenzstadt Marivan festgenommen worden. Sie hatten syrische und irakische, aber keine iranischen Visa bei sich.

    Am 9. November kündigte der Teheraner Staatsanwalt Abbas Jafari Dowlatabadi an, dass die Amerikaner wegen Spionage angeklagt worden seien. Doch am gleichen Tag stellte das iranische Außenministerium richtig, den Festgenommenen werde „illegaler Grenzübertritt" vorgeworfen. Die USA fordern die Freilassung ihrer Bürger: Es handle sich um Touristen, die irrtümlich nach Iran gelangt seien.

    Im Februar schlug Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad den USA vor, die Touristen gegen iranische Häftlinge auszutauschen, die in US-Gefängnissen einsitzen.

    Diese Woche setzte sich US-Präsident Barack Obama persönlich für die Verhafteten ein: Die drei hätten nie für die US-Regierung gearbeitet und müssten sofort freigelassen werden. Nach Angaben der AP ist gegen die Wanderer bislang keine Anklage erhoben worden.

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