SNA Radio
    Politik

    Brand in Militärdepot: Medwedew mahnt Verteidigungsministerium ab - Zusammenfassung

    Politik
    Zum Kurzlink
    Russland brennt (224)
    0 0 0
    Abonnieren

    Nach dem schweren Brand in einem Marinelager bei Moskau hat Präsident Dmitri Medwedew dem Verteidigungsministerium Konsequenzen angedroht, sollte dies sich in einem anderen Militärobjekt wiederholen.

    MOSKAU, 04. August (RIA Novosti). Nach dem schweren Brand in einem Marinelager bei Moskau hat Präsident Dmitri Medwedew dem Verteidigungsministerium Konsequenzen angedroht, sollte dies sich in einem anderen Militärobjekt wiederholen.

    In einer Sitzung des Sicherheitsrats in Moskau machte Medwedew Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow persönlich für den Brandschutz der militärischen „Spezialobjekte“ verantwortlich.

    „Wenn noch etwas Ähnliches in Brand gerät, werden sich alle verantworten müssen“, warnte Medwedew. „Ihr sollt dem Zivilschutz helfen und Euch selbst schützen können.“

    Serdjukow teilte seinerseits mit, dass 22 von 164 „Spezialobjekten“ des Verteidigungsministeriums sich in von Waldbränden gefährdeten Regionen befänden. Für den Kampf gegen die Brände halte das Verteidigungsministerium halte 28.000 Soldaten und 300 Maschinen parat.

    Landesweit wirken bereits mehr als 11.000 Soldaten und über tausend Fahrzeuge und Hubschrauber des Ministeriums bei den Löscharbeiten mit, sagte Serdjukow. In den am schlimmsten betroffenen Regionen Schatura, Gus-Chrustalny und Jegorjewsk hätten Soldaten über 30 km Rohrleitungen errichtet, durch die Wasser zu den Brandherden gepumpt werde.

    Brand in Militärdepot

    Der Brand in einem Lager der russischen Marine bei Moskau hatte sich am 29. Juli ereignet. Die Information darüber kam erst diese Woche an die Öffentlichkeit. Nach Angaben des Ermittlungskomitees der Staatsanwaltschaft hat das Feuer den Stab, die Finanzabteilung sowie 17 Parkplätze mit Fahrzeugen und 13 Lagerhallen mit Gerät der Luftwaffe vernichtet.

    Extreme Hitze und schwere Waldbrände

    Der vergangene Juli war in Russland der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren. In vielen Regionen des Landes lagen die Temperaturen um 35 Grad. Die Dürre hat bereits große Teile der Ernte vernichtet. Experten spekulierten sogar über eine Klima-Waffe.

    Vor diesem Hintergrund toben landesweit seit Tagen hunderte Wald- und Torfmoorbrände. Das Feuer verwüstete ganze Dörfer und kostete bislang 48 Menschen das Leben.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russland brennt (224)