22:34 22 Oktober 2018
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    Israels Verteidigungsminister steht gerade für Vorfall mit Gaza-Hilfskonvoi

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    Israels Attacke auf Gaza-Konvoi (74)
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    Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat die ganze Verantwortung für die Folgen des gewaltsamen Stoppens des Gaza-Hilfskonvois durch israelische Militärs im Mai dieses Jahres auf sich genommen.

    Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat die ganze Verantwortung für die Folgen des gewaltsamen Stoppens des Gaza-Hilfskonvois durch israelische Militärs im Mai dieses Jahres auf sich genommen.


    Barak ist die zweite offizielle Person nach Premierminister Benjamin Netanjahu, der vor einer Kommission bezeugt, die auf Entscheidung der israelischen Regierung gebildet wurde und den Status einer unabhängigen und gesellschaftlichen Kommission hat.
    „Ich trage die ganze Verantwortung für alles, was in den mir untergeordneten Strukturen geschah. Ich trage die Verantwortung für Anweisungen, die auf politischer Ebene gegeben worden waren“, sagte Barak.
    Am Vortag hörte die Kommission unter der Leitung Jakob Tirkels, ehemaliger Richter beim Obersten Gericht, die Erläuterungen des Premiers Netanjahu zum Zwischenfall mit dem Gaza-Hilfskonvoi an.


    Wie er sagte, hatte Israel in Übereinstimmung mit allen internationalen Normen gehandelt. Dabei hatten die Soldaten sich selbst mit Mut und Heroismus verteidigt.
    Die „Flottille der Freiheit“ wurde von der israelischen Kriegsmarine in der Nacht zum 31. Mai im Mittelmeer gewaltsam gestoppt.  Dabei wurden neun Türken getötet. Dutzende Teilnehmer des Hilfskonvois wurden verletzt und Hunderte in Gefängnisse geworfen. Später wurden sie deportiert. Verletzt wurden auch sieben israelische „Commandos“, die auf erbitterten Widerstand propalästinensischer Aktivisten stießen.
    Die Anwendung von Gewalt bezeichneten die israelischen Behörden als Selbstverteidigung, machten die Teilnehmer und Organisatoren des Konvois für das Blutvergießen verantwortlich und bezichtigen sie der Beziehungen zum internationalen Terrorismus.

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