23:14 21 Juli 2018
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    Zu spät aus dem Urlaub: Kreml unzufrieden mit Moskauer OB Luschkow

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    Der Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow, der trotz der schweren Waldbrände und extremen Luftverschmutzung in der Hauptstadt erst am Sonntag seinen Urlaub abgebrochen hat, erregte Anstoß im Kreml.

    Der Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow, der trotz der schweren Waldbrände und extremen Luftverschmutzung in der Hauptstadt erst am Sonntag seinen Urlaub abgebrochen hat, erregte Anstoß im Kreml.

    In der dramatischen Situation, die in der Stadt entstand, sei es wichtig, dass die Entscheidungsträger vor Ort seien und persönlich Maßnahmen zur Unterstützung der Menschen ergriffen, sagte ein Kreml-Beamter zu RIA Novosti. Luschkow hätte früher aus dem Urlaub zurückkehren müssen. Das Fernbleiben des Oberbürgermeisters habe nicht dazu beigetragen, dass wichtige Entscheidungen rechtzeitig getroffen werden. 

    Infolge der schweren Wald- und Torfmoorbrände ist die Luft in der russischen Hauptstadt seit mehr als einer Woche extrem verschmutzt: Am vergangenen Samstag übertraf der Anteil von giftigem Kohlenstoffmonoxid den zulässigen Grenzwert um das 5,5-Fache.
    Laut dem Chef des Moskauer Gesundheitsdepartments, Andrej Selzowski, hat sich die Zahl der täglichen Todesfälle in der Stadt in den letzten Tagen auf 700 nahezu verdoppelt.

    Vor diesem Hintergrund löste Luschkows Urlaub Diskussionen in Medien und Öffentlichkeit aus. Ende vergangener Woche sagte dessen Pressesprecher Sergej Zoi, er sähe keinen Grund für den Oberbürgermeister, der sich nach einer Sportverletzung behandeln lasse, in die Hauptstadt zurückzukehren.
    Erst am Sonntag wurde bekannt, dass Luschkow seinen Urlaub abbricht. Am heutigen Dienstag wurde Luschkow von Regierungschef Wladimir Putin empfangen, der die Rückkehr des Moskauer Stadtvaters aus dem Urlaub „richtig und rechtzeitig“ bezeichnete.

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