14:25 15 Oktober 2018
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    Zahl der Opfer der Kriegshandlungen in Afghanistan um ein Drittel gestiegen

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    Lage in Afghanistan (867)
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    Laut dem jüngsten UN-Bericht sind in den letzten sechs Monaten 1271 Zivilisten in Afghanistan durch Terroranschläge getötet und 1997 verletzt worden, berichtet die AP am Dienstag.

    Laut dem jüngsten UN-Bericht sind in den letzten sechs Monaten 1271 Zivilisten in Afghanistan durch Terroranschläge getötet und 1997 verletzt worden, berichtet die AP am Dienstag.

    In den meisten Fällen kommen die friedlichen Einwohner bei Explosionen von Straßenminen um.
    „Der Preis des Konfliktes steigt leider“, kommentierte der Chef der UN-Mission in Afghanistan UNAMA, Staffan de Mistura, diese Angaben.
    Die Zahl der vom Krieg in Afghanistan Betroffenen ist in den letzten sechs Monaten um 31 Prozent gestiegen, drei Viertel von ihnen wurden Opfer von Terroranschlägen, heißt es.

    Für 76 Prozent der Zwischenfälle sind laut UN-Angaben regierungsfeindliche Truppen verantwortlich, die auf dem afghanischen Territorium agieren.
    „Sie sollen nicht so einfach über die toten Zivilisten hinweg gehen, wenn sie in Afghanistan bleiben wollen“, zitiert die AP de Mistura.
    Dem Bericht zufolge sind 386 Zivilisten, das heißt zwölf Prozent, den Handlungen der US-Streitkräfte, der Nato-Truppen und anderer regierungsfreundlicher Kräfte zum Opfer gefallen.
    In diesem Zeitraum sind 176 afghanische Kinder getötet und 389 Kinder verletzt worden. Die Zahl der vom Konflikt betroffenen Kinder ist somit um 55 Prozent gestiegen.

    Im Vormonat veröffentlichte die afghanische Menschenrechtsorganisation Afghanistan Rights Monitor einen Bericht, wonach die Zahl der Opfer unter den afghanischen Zivilisten in diesem Jahr eine Rekordhöhe seit dem Taliban-Sturz 2001 erreicht hat.
    Der Menschenrechtsorganisation zufolge kommen die einfachen Landesbewohner meistens durch Terroranschläge um.
    Die Zahl der Bombardements und der Landoperationen der Nato-Truppen geht dabei laut dem Bericht zurück.

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