22:20 22 Oktober 2018
SNA Radio
    Politik

    Gläubiger stimmen für Konkursverfahren gegen Zellstoffkombinat am Baikal-See

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Die Gläubiger des Zellstoff- und Papierkombinats Baikal haben für die Eröffnung eines Konkursverfahrens gegen den Betrieb gestimmt.

    Die Gläubiger des Zellstoff- und Papierkombinats Baikal haben für die Eröffnung eines Konkursverfahrens gegen den Betrieb gestimmt.

    Das teilte die Pressestelle der russischen Alfa-Bank am Dienstag nach einer Versammlung der Kreditoren. Die gesamten Verbindlichkeiten des Unternehmens, das mehr als eineinhalb Jahre stillstand, wurde mit über 1,3 Milliarden Rubel (32,9 Millionen Euro) beziffert. Zu den größten Gläubigern des Kombinats zählen Alfa-Bank mit mehr als der Hälfte der Schulden sowie die Banken VTB 24 und Soyuz.

    "Wir haben den vom Zwangsverwalter vorgelegten Plan abgelehnt. Nach einer detaillierten Studie dieses Dokuments gelangten wir zum Schluss, dass es beachtliche Risiken für Kreditgeber in sich birgt", sagte Ilja Pos von der Alfa-Bank. Deshalb habe die Bank als größter Gläubiger des Kombinats zusätzliche Sicherheiten oder eine Bürgschaft des Betriebseigners gefordert. "Die Forderung wurde abgelehnt. Deshalb betrachten wir das Konkursverfahren als den einzigen Ausweg aus dieser Situation", sagte Pos.

    Am Dienstag hatte ein Vertreter der Stadtverwaltung von Baikalsk Journalisten mitgeteilt, dass die Versammlung der Gläubiger des Zellstoffkombinats erneut nicht eröffnet werden konnte, weil Zwangsverwalter Sergej Reschetnikow fehlte. Zuvor war die Versammlung zum 15. Juli angesetzt worden. Aber damals gab es keine beschlussfähige Mehrheit.

    "Die Versammlung fand heute statt, der Zwangsverwalter wohnte bei", sagte eine Vertreterin der Alfa-Bank auf Anfrage. "Alle waren aber darüber überrascht, dass die meisten Kreditoren für das Konkursverfahren gestimmt hatten", sagte sie.

    Das Kombinat liegt unweit des Baikalsees - des größten Süßwasserreservoirs der Erde. Ökologen weisen seit Jahrzehnten darauf hin, dass das Abwasser direkt in den See gekippt wird.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren