22:56 24 September 2018
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    Russlands Militär mangelt es an neuen Panzern - „Rossijskaja Gaseta“

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    In fünf Jahren soll die russische Militärtechnik und Panzer um 33 Prozent erneuert werden, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

    In fünf Jahren soll die russische Militärtechnik und Panzer um 33 Prozent erneuert werden, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

    Nach 40 Jahren der Überlegenheit produziert Russland weniger Panzer als die Nato-Länder.

    Von 2001 bis 2010 wurden in Russland etwa 400 Panzer inklusive der modernisierten hergestellt und in Dienst gestellt. In derselben Zeit haben die Nato-Länder ihren Streitkräften 4500 neue Panzer zur Verfügung gestellt. Zudem verfügt die Nato nur über Panzer der neusten und vorherigen Modifikationen. Laut Experten macht deren Einsatzdauer nicht mehr als zehn Jahre aus. Ältere Panzer werden entweder in Reserve gehalten oder generalüberholt und modernisiert.

    In den russischen Landsreitkräften sind nur vier Prozent der Panzer vertreten, die in den vergangenen zehn Jahren hergestellt oder modernisiert wurden. Die anderen Panzer waren bis 2000 hergestellt worden. Dabei sind neben dem T-90 auch T-72 , T-80 und sogar T-62 im Dienst, die seit 1972 nicht mehr hergestellt werden. In den Waffenarsenalen werden nicht nur die Panzer T-55, sondern T-34/85 gelagert.

    Am 31. August 1920 wurde im Werk Krasnoje Sormowo in Nischni Nowgorod der erste russische Panzer „Kämpfer für die Freiheit Genosse Lenin“ hergestellt. Technisch lehnte er sich an den französischen Panzer Renault an. 1924 wurde damit begonnen, rein sowjetische Panzer zu entwickeln. 1944 belegte die Sowjetunion die Spitzenposition im Panzerbau. Die russischen Panzer T-34 und IS-2 symbolisierten den Sieg im Zweiten Weltkrieg. In den kommenden 40 Jahren kopierten die westlichen Firmen (darunter amerikanische und deutsche) die Neuerungen der russischen Panzerindustrie.

    Experten zufolge haben jedoch die Panzer der Klassen Abrams, Leopard, Leclerc und Challenger der neusten Modifikationen bessere Feuerleitsysteme und modernere Informationssysteme als die russischen.

    Wie Wladimir Domnin, Generaldirektor des Uraler Konstruktionsbüros, betonte, ist das westliche Know-how jedoch kein technisches Geheimnis für Russland. Viele dieser Neuerungen würden hergestellt und sogar auf den Schießplätzen getestet. Dennoch stehen sie ab dem kommenden Jahr nicht im Staatsauftrag. Die russische Armee wartet vergeblich auf die neusten Panzer. Dies sei weder für die Hersteller noch für die Streitkräfte verständlich. Russland sei ein riesiges Flächenland und mit langen Grenzen. Deswegen könnten nur die Landtruppen einen potenziellen Aggressor zurückhalten. Deren wichtigste Offensivkraft seien nach wie vor die Panzer, sagte Domnin.

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