00:35 26 September 2018
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    Politologe wirft Moskauer Behörden Rückständigkeit vor

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    Die Krisensituation wegen der schweren Brände in diesem Sommer und das Demoverbot auf dem Triumfalnaja-Platz in Moskau haben „das Unmoderne“ der Stadtbehörden bloßgelegt. Diese Meinung äußerte der Politologe Gleb Pawlowski, Präsident des Russischen Institutes, am Dienstag in Moskau auf einer Pressekonferenz.

    Die Krisensituation wegen der schweren Brände in diesem Sommer und das Demoverbot auf dem Triumfalnaja-Platz in Moskau haben „das Unmoderne“ der Stadtbehörden bloßgelegt. Diese Meinung äußerte der Politologe Gleb Pawlowski, Präsident des Russischen Institutes, am Dienstag in Moskau auf einer Pressekonferenz.

    „Die Machtbehörden in Moskau sind total unmodern, archaisch und für die Ordnung in Moskau gefährlich“, sagte der Experte. Dies sei in der Krisensituation mit den Waldbränden in diesem Sommer deutlich zum Vorschein gekommen. „Es entstand eine Krise. Und die Obrigkeit verschwand wie schon immer von der Bildfläche“, so der Politologe.

    Im Moskauer Umland hatten seit Ende Juli verheerende Brände in Wäldern und auf Torfmooren getobt. Die Bewohner von Moskau mussten zwei Wochen lang dichten Smog einatmen, der die Moskwa-Metropole einhüllte.

    Pawlowski machte die Moskauer Behörden auch für die angespannte Situation wegen des Kundgebungsverbots auf dem Triumfalnaja-Platz verantwortlich.

    Die Opposition und die Menschenrechtsaktivisten kämpfen weiterhin um eine behördliche Genehmigung für das Veranstalten eines „Marsches der Nichteinverstandenen“ am jeweils 31. eines Monats. Trotz des Demoverbots ist auch für den heutigen Dienstag eine Kundgebung geplant. Die Stadtregierung hat die Kundgebung nicht genehmigt und den Stadtplatz wegen  Bauarbeiten gesperrt. 

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