05:00 11 Dezember 2017
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    Lawrow sieht Nato zwischen Vergangenheit und Zukunft eingeklemmt

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    Der Kreml erwartet von der Nato mehr Fortschritte im Kampf gegen den afghanischen Drogenhandel, begrüßt neue Ansätze in der US-Außenpolitik und warnt vor Anwendung von Gewalt gegen den Iran, sagte Außenminister Sergej Lawrow.

    Der Kreml erwartet von der Nato mehr Fortschritte im Kampf gegen den afghanischen Drogenhandel, begrüßt neue Ansätze in der US-Außenpolitik und warnt vor Anwendung von Gewalt gegen den Iran, sagte Außenminister Sergej Lawrow.

    In seinen „praktischen Beziehungen“ mit der Nato halte Russland „reale Fortschritte“ im Kampf gegen die afghanischen Drogen für besonders wichtig. Der Drogenhandel gefährde die internationale Sicherheit, Terroristen und Extremisten bekämen dadurch Geld, so Lawrow am Mittwoch vor Studenten des Staatlichen Moskauer Instituts für internationale Beziehungen.

    Zu den Beziehungen mit der Nato sagte Lawrow, die Allianz existiere „zwischen Vergangenheit und Zukunft“. Diese Ungewissheit dauere schon zu lange. Ein Beleg dafür sei die Dauerdiskussion über ein neues strategisches Konzept des Nordatlantischen Bündnisses.

    Zum russisch-amerikanischen Verhältnis hieß es, Moskau begrüße, dass Washington mittlerweile mehr auf gemeinsame Bemühungen um die Lösung internationaler Probleme setze.

    „Keine Probleme der gegenwärtigen Welt lassen sich durch Gewalt lösen“, betonte Lawrow. Auch die Regelung des Iran-Streites müsse sich auf das Völkerrecht stützen. Es liege aber auch im Interesse des Iran, Klarheit über sein Atomprogramm international zu schaffen.

    „Gemeinsame Bemühungen um die Verhandlungen mit dem Iran, darunter in Bezug auf regionale Probleme, werden ermöglichen, die Pläne der iranischen Seite positiv zu beeinflussen. Das begreift man offenbar auch in Washington“, so Lawrow. Sanktionen gegen den Iran, die über die jüngste UN-Resolution hinausgingen, seien unzulässig.

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