15:05 15 Dezember 2017
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    Deutsche Politologen sehen Valdai-Klub als beste Diskussionsplattform zu Russland

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    Siebentes Treffen des Internationalen Diskussionsklubs „Waldai“ (21)
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    Der Diskussionsklub Valdai hat sich in den zurückliegenden Jahren nach der Schätzung der beteiligten Politikexperten aus Deutschland zur breitesten Plattform für den Dialog mit russischen Kollegen entwickelt.

    Der Diskussionsklub Valdai hat sich in den zurückliegenden Jahren nach der Schätzung der beteiligten Politikexperten aus Deutschland zur breitesten Plattform für den Dialog mit russischen Kollegen entwickelt.

    Die jetzige, 7. Tagung des 2004 ins Leben gerufenen Diskussionsklubs findet vom 31. bis 7. September statt. Das zentrale Thema lautet „Russland: Geschichte und die künftige Entwicklung“. Während des dreitägigen Forums werden die Teilnehmer von Sankt Petersburg aus auf die Inseln Kischi und Walaam reisen.

    Russische und ausländische Experten sprechen über die Machtkonzentration in Russland, die Modernisierungserfahrungen und die geopolitische Orientierung Russlands sowie über dessen Beziehungen mit den Nachbarstaaten.

    „Ich komme gern zu den Treffen des Valdai-Klubs, denn sie bieten heute die breiteste Plattform für den Dialog mit russischen Kollegen“, sagte Alexander Rahr, Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums (Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Weißrussland und Zentralasien in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik). Der Valdai-Klub biete „hervorragende Chancen“ zum Knüpfen und Pflegen von Netzwerken.

    Laut Rahr ist Valdai inzwischen aus der internationalen Konferenz- und Netzwerklandschaft nicht mehr wegzudenken. „Es gibt auf westlicher Seite kein vergleichbares politisches Forum mehr, vielleicht noch mit Ausnahme der Schlangenbader Gespräche.“

    Der Valdai-Klub habe ihm die Möglichkeit gegeben, Russland intensiv zu bereisen, sagte Rahr. „Andernfalls hätte ich die Regionen Russlands so niemals kennengelernt. Der Valdai-Klub gibt auch die Chance, viele westliche Kollegen unter den Russlandforschern ein Mal im Jahr zu treffen. Im Westen gibt es heute fast kein Geld mehr für Russlandforen.“

    Ähnlich äußerte sich der Chefkorrespondent von “Die Welt”, Michael Stürmer: Die Valdai-Zusammenkünfte würden immer wieder die beste Chance bieten, Russland in seinen Widersprüchen zu erfahren. „Valdai liefert Hintergrund, Information, die Gesichter zur Politik, Ideen im Werden, produktive Widersprüche wie auch unproduktive.“

    Die beiden deutschen Experten begrüßten die geschichtliche Ausprägung der jetzigen Diskussionen.

    „Ich persönlich freue mich auf den geschichtlichen Dialog. In Deutschland herrscht eine tiefe Erinnerungskultur, in Russland gibt es die Moral des immer wieder kehrenden Vergessens und Verzeihens. Welcher der beiden Ansätze richtig ist, muss im Valdai-Klub besprochen werden“, sagte Alexander Rahr.

    Laut Stürmer kann Valdai 2010 ein durchaus aufschlussreicher Dialog von Zukunft und Vergangenheit werden und zum Verständnis dessen verhelfen, was wirksam und was vergessen und verdrängt wird. „Ich finde faszinierend diese russische Variante, wie die Zukunft aus der Vergangenheit schöpft respektive von ihr weitergetragen, gefördert und begrenzt wird.“

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