12:05 16 Dezember 2017
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    Tiflis spricht von weiterer Anti-Georgien-Kampagne in Russland

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    Die Kaukasusrepublik Georgien schafft keine Probleme für Bürger Russlands, die über offizielle Übergangspunkte ins Land kommen.

    Die Kaukasusrepublik Georgien schafft keine Probleme für Bürger Russlands, die über offizielle Übergangspunkte ins Land kommen.

    Das sagte Vizaaußenministerin Nino Kalandadse am Mittwoch in einem Interview für die Nachrichtenagentur Nowosti-Grusija in der Hauptstadt Tiflis. "Mehr noch. Für die Russen gelten in Georgien Visaermäßigungen", kommentierte sie den jüngsten Appell des russischen Außenministeriums an Bürger Russlands, von Georgien-Reisen abzusehen. Diese Empfehlungen seien "Element der Anti-Georgien-Kampagne", betonte die Ministerin.

    Das russische Außenministerium warnte Bürger vor Reisen nach Georgien, weil Tiflis Ausländer, die zuvor Abchasien und Südossetien ohne Wissen der georgischen Behörden besucht haben, strafrechtlich verfolgt. Es handele sich um hohe Geld- oder sogar Haftstrafen. "Das Ziel dieser Politik ist offenkundig: Die georgischen Behörden versuchen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, Kontakte Abchasiens und Südossetiens mit der übrigen Welt zu verhindern", betonte Außenamtssprecher Andrej Nesterenko am Mittwoch in Moskau.

    Die georgische Ministerin stufte Nesterenkos Äußerungen als einen Teil der gegen Georgien gerichteten Kampagne ein, die die russische Regierung betreibt. "Es wäre richtiger, wenn sie (russische Behörden) ihre Bürger aufgerufen hätten, die georgische Grenze nicht mehr illegal zu passieren… Russische Bürger in Georgien werden nicht zu Opfern der Willkür", betonte sie.

    Zuvor hatte der Chef des Informationsdepartments im Innenministerium Georgiens, Schota Utiaschwili, in einem RIA-Novosti-Gespräch gesagt, dass Bürger Russlands, die Abchasien oder Südossetien illegal besucht hatten, in Georgien mit hohen Geldbußen oder mit einer Haftstrafe rechnen können. "Russischen Touristen in Georgien, die in ihren Reisepässen südossetische oder abchasische Stempel haben, droht eine Geldstrafe von bis zu 1200 US-Dollar. Diejenigen, die mit den Behörden in Suchumi und Zchinwali kollaborieren, werden für fünf Jahre hinter Gitter gesperrt", sagte er.

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