14:44 23 September 2017
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    Duma-Saison beginnt mit Zank wegen Waldbränden

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    Russland brennt (224)
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    Mit heftigen gegenseitigen Vorwürfen wegen der jüngsten Wald- und Torfbrände sind die russischen Parlamentsparteien am Dienstag in die neue Saison gestartet.

    Mit heftigen gegenseitigen Vorwürfen wegen der jüngsten Wald- und Torfbrände sind die russischen Parlamentsparteien am Dienstag in die neue Saison gestartet.

    In der ersten Herbst-Sitzung der russischen Duma (Parlamentsunterhaus) warf der Fraktionschef von „Gerechtes Russland“, Nikolai Lewitschew, der regierungstreuen Parlamentsmehrheit um „Geeintes Russland“ vor, politische Entscheidungen monopolisiert zu haben. Die Parlamentsmehrheit ignoriere völlig die Meinung der Opposition. Daraus resultiere die niedrige Qualität neuer Gesetze. So sei das Forstgesetz eine „Zeitbombe“.

    Gennadi Sjuganow, Chef der Kommunistischen Partei, sagte: „Zu solch einem Extremwetter kommt es in Russland alle 20 bis 25 Jahre, es gibt nichts Außerordentliches daran. Außerordentlich ist aber, dass der gesamte Brandschutz ruiniert wurde“.

    Andrej Issajew von „Geeintes Russland“ wies den Vorwurf zurück und warnte davor, mit Katastrophen politisch zu punkten. Schwere Torfbrände bei Moskau habe es auch während des Sowjetzeit gegeben: „Nicht das Forstgesetz oder ‚Geeintes Russland’ waren daran schuld, sondern die kommunistische Parteiführung mit ihrer Entscheidung, die Torfmoore trocken zu legen“. Issajew rief alle Parteien auf, sich um ein Programm für die Verhinderung solcher Naturkatastrophen gemeinsam zu bemühen.

    Die starken Wald- und Torfbrände auf insgesamt nahezu einer Million Hektar hatten in diesem Sommer nach Angaben des russischen Katastrophenschutzes mindestens 60 Todesopfer gefordert. Rund 2.500 Häuser brannten nieder.

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