23:31 23 September 2018
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    UN-Generalsekretär: Iran muss seine Atom-Politik revidieren - INTERVIEW

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon will den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad beim bevorstehenden Treffen in New York zu einer umfassenden Zusammenarbeit mit der IAEO und zur Ausführung der entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrates aufrufen. Das teilte er im Vorfeld der Generaldebatte auf der Tagung der UNO-Vollversammlung in einem RIA-Novosti-Interview mit.

    UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon will den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad beim bevorstehenden Treffen in New York zu einer umfassenden Zusammenarbeit mit der IAEO und zur Ausführung der entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrates aufrufen. Das teilte er im Vorfeld der Generaldebatte auf der Tagung der UNO-Vollversammlung in einem RIA-Novosti-Interview mit.

    Ban Ki-Moon äußerte seine Hoffnung darauf, dass Teheran zu den Verhandlungen mit der Sechsergruppe (Russland, USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) über das iranische Nuklearproblem zurückkehren wird.

    „Ich habe mehr als  100 Anträge auf bilaterale Treffen bekommen, darunter auch von der iranischen Regierung, deshalb habe ich noch keinen Terminplan für die Kontakte festgelegt“, so der UN-Generalsekretär. „Ich habe aber vor, mich mit Mahmud Ahmadinedschad zu treffen und mit ihm alle Fragen zu erörtern, die Besorgnis hervorrufen, einschließlich des iranischen Nuklearproblems.“

    Angesichts der neuesten Zuspitzung der Beziehungen zwischen Teheran und der IAEO gewinnen die bevorstehenden Verhandlungen zwischen Ban Ki-Moon und Ahmadinedschad besonders an Aktualität: Am Montag hatte der Iran zwei IAEO-Inspekteuren die Einreise verweigert und den jüngsten IAEO-Bericht scharf kritisiert, in dem festgestellt wird, dass die Islamische Republik keine Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde unterhält und seine Vorräte an angereichertem Uran trotz der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates weiter aufstockt.

    Dennoch will Ban Ki-Moon den iranischen Staatschef zu einer Änderung seiner Haltung überreden und hofft auf eine Wiederaufnahme von Verhandlungen mit der Sechsergruppe. „Es ist absolut notwendig, dass die Iraner die Resolutionen des Weltsicherheitsrates vollständig erfüllen und die umfassende Kooperation mit der IAEO wiederaufnehmen“, betonte er.

    Wie es im IAEO-Bericht zu Irans Atomprogramm heißt, hat der Iran den Umfang seines niedrig angereicherten Urans gegenüber dem Mai um 15 Prozent erhöht. Laut den IAEO-Angaben, die RIA Novosti zur Verfügung stehen, verfügt der Iran derzeit über 2,8 Tonnen niedrig angereicherten Urans gegenüber 2,43 Tonnen im Mai.

    Darüber hinaus standen den iranischen Atomforschern mindestens 22 Kilogramm 20-prozentig angereichertes Uran zur Verfügung, das, wie Teheran behauptet, für den dortigen Forschungsreaktor erforderlich sei. Dieser Fakt zeuge davon, dass Teheran trotz der gegen den Iran in Kraft gesetzten scharfen internationalen Sanktionen weiterhin an der Umsetzung seines Atomprogramms arbeitet, wird in den IAEO-Dokumenten betont.

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