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    Aserbaidschanisch-armenische Konsultationen zu Berg-Karabach in New York

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    Die Außenminister Aserbaidschans und Armeniens werden kommende Woche in New York im Rahmen der Verhandlungen zur Beilegung des Karabach-Konflikts zusammentreffen.


    Die Außenminister Aserbaidschans und Armeniens werden kommende Woche in New York im Rahmen der Verhandlungen zur Beilegung des Karabach-Konflikts zusammentreffen.

    Das sagte Robert Bradtke, US-Kovorsitzender der Minsker Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), in einem Interview für BBC, teilte die aserbaidschanische Nachrichtenagentur Trend am Mittwoch mit.

    Nach seinen Worten werden der amerikanische, der russische und der französische Kovorsitzende der Minsker OSZE-Gruppe zu dieser Zeit zu Konsultationen mit Amtspersonen der USA in Washington eintreffen.

    Wie er weiter berichtete, haben die Kovorsitzenden „neue Ideen“.

    Der Konflikt in der hauptsächlich von Armeniern bewohnten völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörenden Region Berg-Karabach brach im Februar 1988 aus, nachdem das Autonome Gebiet Berg-Karabach mit Verwaltungszentrum in Stepanakert den Austritt aus dem Staatsverband der damaligen Aserbaidschanischen SSR verkündet hatte. Im September 1991 rief Stepanakert die Republik Berg-Karabach aus, zu der das frühere autonome Gebiet und einige benachbarte von Armeniern bewohnte Siedlungen gehörten. Baku erklärte diesen Schritt für gesetzwidrig und löste die Autonomie von Karabach auf.

    Darauf kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Karabach-Armenier wurden von armenischen Diasporen in aller Welt unterstützt, während Aserbaidschan mit Gewalt versuchte, die Abspaltung der Region zu verhindern. Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor seine Kontrolle über Berg-Karabach sowie vollständig bzw. teilweise über sieben benachbarte Kreise.

    Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konflikts werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Bei dem Konflikt kamen schätzungsweise rund 30 000 Menschen ums Leben.

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