16:46 19 Januar 2018
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    UN-Chef will von Geberstaaten mehr Geld für arme Länder

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    In einem RIA-Novosti-Interview im Vorfeld des UN-Gipfels zu den Millenniumszielen hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die reichen Staaten aufgefordert, an ihren Hilfszusagen gegenüber den Entwicklungsländern festzuhalten.

     In einem RIA-Novosti-Interview im Vorfeld des UN-Gipfels zu den Millenniumszielen hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die reichen Staaten aufgefordert, an ihren Hilfszusagen gegenüber den Entwicklungsländern festzuhalten.

    Die Entwicklungsländer hätten bislang nur einen Teil der Gelder bekommen, die ihnen von Geberstaaten für die Bekämpfung verschiedener Probleme zugesagt worden seien, sagte Ban Ki Moon am Mittwoch RIA Novosti.

     


    „Seit dem G8-Gipfel in Gleneagles im Jahr 2005 haben die Großen Acht und die Großen Zwanzig den Entwicklungsländern viel versprochen. Nicht alle Versprechen wurden aber eingelöst. Um das zu erreichen, ist politischer Wille nötig. Nun will ich die Geberstaaten dazu bewegen, ihre Versprechen einzuhalten“, so Ban.

     


    Nach den Entscheidungen in Gleneagles hätten afrikanische Länder bis zum jetzigen Zeitpunkt mindestens 100 Milliarden US-Dollar erhalten sollen, hieß es. Bislang sei nur die Hälfte davon eingegangen.

     


    Der UN-Generalsekretär betrachte insbesondere den Kampf gegen den Klimawandel als vorrangige Aufgabe: „Wir erzielten bereits wesentliche Fortschritte bei der Reduktion des CO2-Ausstoßes, der den Wäldern schadet und bei der Übergabe von Know-how an Entwicklungsländer, aber auch in Bezug darauf, wie diese Länder die zugesagte Finanzhilfe nutzen“.

     
    Im Kampf gegen den Klimawandel sollen reichere Länder laut Ban die Möglichkeit finden, 30 Milliarden US-Dollar Hilfe den Entwicklungsländern bis 2012 zur Verfügung zu stellen. Die vom UN-Generalsekretär eingesetzte High-Level Advisory Group on Climate Change Financing sei nun dabei, die Wege für diese Geldzuschüsse festzulegen, hieß es weiter.

    Der UN-Gipfel zu den Millenniumszielen beginnt am 20. September in New York. Es geht um die Ziele, zu denen sich die Staats- und Regierungschefs im Jahr 2000 bekannt hatten. Das sind unter anderem die Armutsbekämpfung, die Reduzierung der Kindersterblichkeit, der Umweltschutz und der Kampf gegen HIV.

     

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