17:11 16 Dezember 2018
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    Kreml kann in Arktis „ohne Nato auskommen“

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    Russland erschließt Arktis (171)
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    Russland ist über Nato-Aktivitäten in der Arktis besorgt, sagte Präsident Dmitri Medwedew. Er will in der Region mehr wirtschaftlich kooperieren und lobt den am Mittwoch geschlossenen Seegrenzvertrag mit Norwegen.

    Russland ist über Nato-Aktivitäten in der Arktis besorgt, sagte Präsident Dmitri Medwedew. Er will in der Region mehr wirtschaftlich kooperieren und lobt den am Mittwoch geschlossenen Seegrenzvertrag mit Norwegen.  

    „In der Arktis können wir ohne Nato auskommen, denn das ist der Teil unserer gemeinsamen Naturressourcen, der streng gesagt mit militärischen Aufgaben nichts zu tun hat“, sagte Medwedew am Mittwochabend nach seinem Treffen mit dem norwegischen Regierungschef Jens Stoltenberg in Murmansk.

    Der russische Staatschef warnte vor einer „Eskalation des Nato-Präsenz in der arktischen Region“. Russland betrachte die Arktis vor allem als Raum für friedliche Wirtschaftskooperation.

    „Wir möchten, dass der arktische Kooperationsraum friedlich und ruhig ist, damit wir uns dort wie mit unseren norwegischen Freunden verständigen könnten“, sagte Medwedew im Hinblick auf den mit Norwegen unterzeichneten Seegrenzvertrag.

    Dieser Vertrag ermöglicht laut Medwedew eine Abgrenzung von Interessen, ebnet damit den Weg zu neuen Energieprojekten und beseitigt Streitigkeiten im Fischereibereich. Russland und Norwegen hatten seit 40 Jahren über rund 175.000 Quadratkilometer in der Barentssee gestritten.

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