23:24 18 Dezember 2017
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    Aserbaidschan bereit zu weiteren Berg-Karabach-Verhandlungen - Präsident Alijew

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    Aserbaidschan ist zur Fortsetzung der Berg-Karabach-Verhandlungen bereit und wartet auf eine Antwort von Armenien auf die Vorschläge der Vermittler der Minsker OSZE-Gruppe (Russland,USA und Frankreich) zur Beilegung des Karabach-Konflikts.

    Aserbaidschan ist zur Fortsetzung der Berg-Karabach-Verhandlungen bereit und wartet auf eine Antwort von Armenien auf die Vorschläge der Vermittler der Minsker OSZE-Gruppe (Russland,USA und Frankreich) zur Beilegung des Karabach-Konflikts.

    Das erklärte Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew bei den Generaldebatten in der 65. UNO-Vollversammlung.

    „Wir sind bereit, die Verhandlungen auf der Grundlage des Prinzips der Gewissenhaftigkeit zur Bestimmung des endgültigen Status von Berg-Karabach im Rahmen der Republik Aserbaidschan fortzusetzen. Das etappenweise Vorgehen, das Aserbaidschan und Armenien im Dezember 2009 von den Vorsitzenden der Minsker OSZE-Gruppe vorgeschlagen worden war, wurde von Aserbaidschan prinzipiell als Grundlage für eine langfristige Beilegung des aserbaidschanisch-armenischen Konfliktes angenommen. Leider zögert Armenien immer noch mit der konkreten Antwort auf den Vorschlag der Kovorsitzenden“, sagte Alijew.

    Er bestätigte ein weiteres Mal die Haltung Bakus dazu, dass Berg-Karabach zu Aserbaidschan gehöre, und erinnerte an vier Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, die die territoriale Integrität Aserbaidschan bestätigen.

    Der Konflikt in der hauptsächlich von Armeniern bewohnten und völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörenden Region Berg-Karabach brach im Februar 1988 aus, nachdem das Autonome Gebiet Berg-Karabach den Austritt aus dem Staatsverband der damaligen Aserbaidschanischen Sowjetrepublik verkündet hatte.
    Im September 1991 rief die Provinz die Gründung der Republik Berg-Karabach (Nagorny Karabach) aus, zu dem die frühere autonome Region und einige benachbarte, von Armeniern bewohnte Gebiete gehörten.
    Baku erklärte diesen Schritt für illegitim und hob die Autonomie von Karabach auf. Daraufhin kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Karabach-Armenier wurden von der armenischen Diaspora in der ganzen Welt unterstützt, während Aserbaidschan mit Gewalt versuchte, die Abspaltung der Region zu verhindern.
    Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor die Kontrolle über Berg-Karabach sowie vollständig beziehungsweise teilweise über sieben weitere benachbarte Kreise.
    Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konfliktes werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Ihre Kovorsitzenden sind die USA, Russland und Frankreich.
    Aserbaidschan besteht auf der Beibehaltung der territorialen Integrität und Armenien nimmt die Interessen von Berg-Karabach wahr, das keine Verhandlungspartei ist.

    Neben dem Thema der Beilegung des Karabach-Konfliktes schnitt Ilcham Alijew auch die aserbaidschanischen Edöl- und Gaslieferungen an die Weltmärkte an. Er teilte insbesondere mit, dass sein Land über erkundete Erdgasvorräte im Umfang von zwei Billionen Kubikmeter und außerdem über geschätzte Vorräte von mehr als fünf Billionen Kubikmeter verfüge.

    Laut Präsident Alijew wurde in der Republik eine moderne Infrastruktur von Rohrleitungen für die Lieferung von Erdöl und Erdgas geschaffen, die die Energiesicherheit in der Welt diversifizieren und festigen können.

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