23:32 13 Dezember 2018
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    Medwedew, Merkel und Sarkozy - Gipfeltreffen in Deauville

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    Russisch-deutsch-französischer Gipfel in Deauville (12)
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    Russlands Präsident Dmitri Medwedew reist am Montag zu zweitägigen Verhandlungen mit Nicolas Sarkozy und Angela Merkel nach Deauville.

    Russlands Präsident Dmitri Medwedew reist am Montag zu zweitägigen Verhandlungen mit Nicolas Sarkozy und Angela Merkel nach Deauville. In dem Badeort in der französischen Normandie werden die Politiker Probleme der europäischen Sicherheit, die Vereinfachung der Visaformalitäten zwischen Russland und der EU, die Energiewirtschaft, das Atomprogramm des Irans, die Folgen der Finanzkrise sowie die Zusammenarbeit von Russland mit der Nato und der EU erörtern.

    Die dreiseitigen Verhandlungen sind für den Dienstagmorgen vorgesehen. Im Anschluss daran werden die drei Spitzenpolitiker eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Das trilaterale Gipfeltreffen Russland-Frankreich-Deutschland ist das erste nach einer fünfjährigen Pause.

    Der außenpolitische Kreml-Sprecher Sergej Prichodko schloss nicht aus, dass die russische Seite die Problematik der Visapflicht zwischen Russland und der EU zur Sprache bringen wird. Von der Meinung Frankreichs und Deutschlands hänge dabei vieles ab. „In erster Linie werden wir eine vereinfachte Prozedur bei der Erteilung von Visa und die Verwendung von modernen Methoden der Datenverarbeitung vorschlagen“, sagte er.

    „Das Hauptthema des Gipfels sind die Perspektiven für die Schaffung eines demokratischen Raums, sowie einer gleichen und unteilbaren Sicherheit im euroatlantischen und eurasischen Raum - Fragen, die den heutigen politischen Realitäten entsprechen und die Möglichkeit bieten, geschlossen auf gemeinsame Bedrohungen und Herausforderungen zu reagieren“, so Prichodko. Für Russland sei dabei die Durchsetzung von Medwedews Initiative - den Abschluss eines europäischen Sicherheitsvertrags - von prinzipieller Bedeutung.

    Ferner ist ein Meinungsaustausch zum iranischen Atomproblem geplant, in erster Linie angesichts der positiven Tendenzen, die sich nach dem neuesten Außenministertreffen der Sechsergruppe in New York abgezeichnet haben.

    Außerdem sollen sich „Medwedew, Sarkozy und Merkel für einen direkten palästinensisch-israelischen Dialog aussprechen“, sagte Prichodko.

    Im Vorfeld des G8- und des G20-Gipfels wollen die Seiten auch ihre Zusammenarbeit in diesen internationalen Strukturen diskutieren. Erörtert werden auch Russlands Aussichten für einen G20-Vorsitz im Jahre 2013.

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