15:39 18 Oktober 2018
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    Karsai will Beziehungen zu Nachbarländern Afghanistans festigen

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    Die Sicherheit im Land und die Festigung der Beziehungen zu den Staaten der Region sind laut Präsident Hamid Karsai die Hauptprioritäten der afghanischen Politik.

    Die Sicherheit im Land und die Festigung der Beziehungen zu den Staaten der Region sind laut Präsident Hamid Karsai die Hauptprioritäten der afghanischen Politik.

    Karsai sprach am Dienstag in Kabul bei der Bekanntgabe der vorläufigen Ergebnisse der Parlamentswahlen vor Mitgliedern des Kabinetts, des Parlaments und örtlicher Räte.

    Ihm zufolge besteht die erste nationale Priorität darin, eine Atmosphäre von Ruhe und Sicherheit auf dem gesamten Territorium des afghanischen Staates wiedererstehen zu lassen und die Bedingungen für ein ruhiges Leben für alle Bürger der Islamischen Republik zu sichern.

    Als zweite nationale Priorität bezeichnete Karsai die Festigung der Beziehungen zu den Grenzstaaten und den Staaten der Region.

    „Wir müssen so handeln, dass die Nachbarstaaten keine Angst vor uns haben und nicht glauben, dass von unserem Territorium  irgendeine Gefahr für sie ausgeht“, sagte der afghanische Staatschef.

    Zugleich verwies er darauf, dass jedes Land in Afghanistan seine eigenen Interessen verfolge, und erwähnte dabei China, Indien, die USA und Russland sowie die Nato.

    „Die Länder Europas und die USA verfolgen in unserem Land ihre Ziele. Sie kämpfen gegen den internationalen Terrorismus. Das ist auch für Afghanistan vorteilhaft, das unter internationalen Terrororganisationen leidet“, betonte Karsai.

    Der Präsident hob hervor, dass Afghanistan mit Europa und den USA langfristige Beziehungen und mit den USA auch noch strategische Beziehungen unterhalte.

    Hamid Karsai ging auch auf das Problem der auf afghanischem Territorium bestehenden privaten Wachfirmen ein. Ihm zufolge trugen die meisten von ihnen zu einer Verschlechterung der auch ohnehin angespannten Situation im Land bei.

    Deshalb würden viele von ihnen, ausgenommen jene, die Militärstützpunkte und diplomatische Vertretungen bewachen würden, dichtgemacht werden. Diese Entscheidung sei unwiderruflich, selbst wenn diesbezüglich Druck auf die Regierung ausgeübt werde.

    Zugleich rief der Präsident die Weltgemeinschaft auf, eine größere Hilfe bei der Festigung und Herausbildung der nationalen Sicherheitskräfte zu leisten, die die privaten Wachfirmen ablösen sollen.

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