15:07 19 Juli 2018
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    Moskau erwartet vom Iran konstruktive Zusammenarbeit mit Sechsergruppe

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    Russland hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit von Teheran mit den internationalen Vermittlern der Sechsergruppe. Diese Konstruktivität könnte der Iran unter Beweis stellen, wenn er offiziell sein Einverständnis für die Aufnahme der Verhandlungen gäbe.

    Russland hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit von Teheran mit den internationalen Vermittlern der Sechsergruppe. Diese Konstruktivität könnte der Iran unter Beweis stellen, wenn er offiziell sein Einverständnis für die Aufnahme der Verhandlungen gäbe.

    Das sagte der Sprecher des russischen Außenministeriums, Andrej Nesterenko am heutigen Mittwoch.

    Die Sechsergruppe versucht seit 2003 gemeinsam mit der Internationalen Atombehörde IAEA den Iran zur Einstellung der Urananreicherung zu bewegen, die als eine Gefahr für das Nichtverbreitungs-Regime gesehen wird.

    2009 waren die Verhandlungen abgebrochen worden, nachdem der Gouverneursrat der internationalen Atomenergiebehörde IAEA den Iran wegen dem Bau eines zweiten Urananreicherungswerkes kritisiert und von Teheran verlangt hatte, „keine weiteren atomaren Projekte ohne das Wissen der Agentur zu beschließen“.

    Laut Nesterenko hat die vom Iran bekundete Bereitschaft, für Mitte November ein Treffen mit der Sechsergruppe zu organisieren, Moskau aufhorchen lassen.

    „Jetzt ist eine konstruktive Einstellung der iranischen Seite wichtiger als je zuvor. Wir vertrauen darauf - auch hinsichtlich der Formulierung der Agenda dieses Treffens. Wir würden begrüßen, wenn Teheran jetzt eine offizielle Einverständniserklärung im Büro der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton einreicht“, sagte Nesterenko. Dies würde laut dem Ministeriumssprecher eine Konkretisierung von Ort und Zeit des Treffens ermöglichen.

    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte am 17. Oktober mitgeteilt, dass der Iran zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen unter vier Bedingungen bereit sei: Die Verhandlungen müssen den Forderungen der IAEA entsprechen, der Westen müsse sich entscheiden, ob er mit den Verhandlungen Freundschaft oder Feindschaft erreichen wolle, die Sechsergruppe dürfe bei einem möglichen Scheitern der Verhandlungen kein Aufhebens darum machen und müsse das nukleare Arsenal Israels bewerten.

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