07:26 16 Oktober 2018
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    Großbritannien auf Sparkurs: Regierung streicht Finanzen für BBC-Auslandsprogramm

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    Die britische Rundfunk- und TV-Anstalt BBC wird seinen Auslandsdienst künftig eigenständig finanzieren müssen. Das Außenministerium in London, das bisher für den Unterhalt des BBC World Service sorgt, will diesen Ausgabeposten ab 2014 streichen.

    Die britische Rundfunk- und TV-Anstalt BBC wird seinen Auslandsdienst künftig eigenständig finanzieren müssen. Das Außenministerium in London, das bisher für den Unterhalt des BBC World Service sorgt, will diesen Ausgabeposten ab 2014 streichen.

    Das kündigte Finanzminister George Osborne am Mittwoch an, als er dem Parlament die Details des geplanten Sparkurses der britischen Regierung vorstellte.

    Die BBC wird hauptsächlich aus Rundfunkgebühren finanziert, das Auslandsprogramm, darunter auch der russische Dienst, bekommt sein Geld aus dem Etat des Außenministeriums.

    Diese Woche sei mit BBC nach langwierigen Verhandlungen vereinbart worden, dass das Außenministerium im Finanzjahr 2014/15 die Finanzierung des in 32 Sprachen ausstrahlenden BBC-Auslandsprogramms völlig einstelle, sagte Osborne. Der Außenminister werde sich dabei das Recht vorbehalten, die etwaige Schließung einzelner BBC-Sprachdienste mit einem Veto zu blockieren.

    Die britische Regierung hat infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise einen drastischen Sparkurs angekündigt, um die Schieflage des Haushalts in den Griff zu bekommen. Laut Medien soll der Haushalt in den kommenden fünf Jahren um 83 Milliarden Pfund (ca. 94 Milliarden Euro) beschnitten werden. Bei den Einschnitten soll es sich um die größten seit dem Zweiten Weltkrieg handeln.

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