05:11 18 Juli 2018
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    Medwedew vermittelt im Bergkarabach-Konflikt: Gefangenenaustausch vereinbart

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    Mehr als 16 Jahre nach dem blutigen Krieg um Bergkarabach haben sich Armenien und Aserbaidschan am Mittwoch unter Vermittlung des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew auf einen Austausch der Kriegsgefangenen und der Überreste der Gefallenen geeinigt.

    Mehr als 16 Jahre nach dem blutigen Krieg um Bergkarabach haben sich Armenien und Aserbaidschan am Mittwoch unter Vermittlung des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew auf einen Austausch der Kriegsgefangenen und der Überreste der Gefallenen geeinigt.

    Das teilte Medwedew nach dem Dreiergipfel im südrussischen Astrachan mit.

    Medwedew zufolge vereinbarten der armenische Präsident Sersch Sarkissjan und sein aserbaidschanischer Amtskollege Ilcham Alijew bei dem Treffen eine gemeinsame Erklärung, welche den Gefangenenaustausch vorsieht und das Vertrauen zwischen beiden Staaten fördern soll.

    Medwedew schloss nicht aus, dass Aserbaidschan und Armenien schon bis zum Gipfel der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa Anfang Dezember in Kasachstan einen Rahmen für die Beilegung ihres andauernden Konfliktes vereinbaren werden.

    Seit dem Zerfall der Sowjetunion befinden sich die südkaukasischen Republiken Armenien und Aserbaidschan in einer anhaltenden Auseinandersetzung um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Nachdem sich Bergkarabach 1991 für unabhängig erklärt hatte, kam es zu einem blutigen Krieg mit bis zu 30.000 Toten und einer Million Flüchtlingen. Aserbaidschan verlor dabei die Kontrolle über Bergkarabach und sieben anliegende Regionen.

    Seit dem Ausrufen der Waffenruhe im Mai 1994 hat sich die Situation nicht wesentlich verbessert. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan. Seit 1992 bemüht sich die Minsker OSZE-Gruppe um die Beilegung des Streites. Ihre Co-Vorsitzenden sind die USA, Russland und Frankreich.

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