00:35 18 November 2018
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    Neuer Generalstaatsanwalt der Ukraine fordert Juschtschenkos Blut

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    Der am Donnerstag im Amt bestätigte Generalstaatsanwalt der Ukraine, Viktor Pschonka, besteht auf einem neuen Bluttest von Ex-Präsident Viktor Juschtschenko.

    Der am Donnerstag im Amt bestätigte Generalstaatsanwalt der Ukraine, Viktor Pschonka, besteht auf einem neuen Bluttest von Ex-Präsident Viktor Juschtschenko.

    Die Generalstaatsanwaltschaft untersuche den Fall zu Juschtschkos Vergiftung im September 2004 weiter, weil sie Fragen zur Objektivität der im Ausland durchgeführten Tests habe, teilte Pschonka am Samstagabend in einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehsender „Inter“ mit.

    Am Donnerstag wurde der Erste Stellvertreter des ukrainischen Generalstaatsanwalts, Viktor Pschonka, nach Ablauf der Amtszeit von Alexander Medwedko zum neuen Generalstaatsanwalt.

    Die Untersuchungsrichter haben dem neuen Generalstaatsanwalt zufolge den Ex-Präsidenten schon dreimal eingeladen, den Bluttest zu wiederholen, Juschtschenko hat sich jedoch bis jetzt nicht gemeldet. „Wir werden in dieser Richtung weiter arbeiten“, sagte Pschonka im Fernsehen.

    Anfang September 2004, während der Präsidentschaftswahl in der Ukraine, fühlte sich der damalige Präsidentenkandidat Viktor Juschtschenko auf der Datsche des damaligen Vizechefs des Sicherheitsrates der Ukraine Wladimir Sazjuk nicht wohl. In einer Privatklinik in Österreich wurde kurz danach Dioxin in seinem Körper gefunden.

    Juschtschenkos Hauptrivale bei der Präsidentenwahl war Viktor Janukowitsch.

    Ab Juni 2008 bis zum Machtwechsel 2010 behauptete die Generalstaatsanwaltschaft mehr als einmal, dass der Giftanschlag gegen Juschtschenko völlig bewiesen worden sei.

    Nach der Präsidentenwahl löste Viktor Janukowitsch im Februar 2010 Viktor Juschtschenko im Präsidentenamt ab.

    Die neue Untersuchungsgruppe untersucht nun den Fall der vorsätzlichen Vergiftung oder einer mutmaßlichen Vortäuschung der Vergiftung weiter.

    Vor kurzem berichtete die ukrainische Zeitung "Segodnja" unter Berufung auf Larissa Tscherednitschenko, Leiterin der Abteilung für die Überwachung der Ermittlungen in der Generalstaatsanwaltschaft, Juschtschenkos Vergiftung sei vorgetäuscht worden.

    Laut ihren Angaben wurden die Blutproben des Präsidenten heimlich in die USA gebracht, um ihnen Dioxin beizumischen. Von dort aus seien die Proben in internationale Labore gebracht worden, hieß es.

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