17:49 17 Juli 2018
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    Kampf gegen die Krise: Medwedew lobt Willen zur Kooperation – „Iswestija"

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    Weltweite Finanzkrise (425)
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    Die G20-Staaten wollen gemeinsam gegen die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise kämpfen, berichtet die Zeitung „Iswestija" am Samstag.

    Die G20-Staaten wollen gemeinsam gegen die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise kämpfen, berichtet die Zeitung „Iswestija" am Samstag.

    Zu diesem Zweck haben die Teilnehmer des G20-Gipfels den so genannten Aktionsplan von Seoul vereinbart. Dieses Dokument enthält unter anderem Russlands Initiativen zur Entwicklung des kleinen und mittelständischen Unternehmertums.

    Russlands Präsident Dmitri Medwedew stellte in einem Interview für die „Iswestija" seine Ansichten zu den Entwicklungsperspektiven der Weltwirtschaft dar.

    Der Staatschef bezeichnete die Beschlussbereitschaft der G20 als „absolut beispiellos“. „Vor fünf Jahren war so etwas noch kaum vorstellbar. Wir haben aber meines Erachtens die erforderliche Verantwortung gezeigt, sind in schweren Zeiten häufig zusammengetroffen und haben gelernt, schwere Entscheidungen zu treffen. Die Mächtigen der Welt haben gelernt, einander zuzuhören und Vereinbarungen zu treffen. In diesem Sinne bin ich mit der Entwicklung unserer Kooperation zufrieden.“

    In Bezug auf die Überwindung der Krisenfolgen stellte Medwedew fest, dass die Krise selbst zwar vorbei ist, die Wirtschaften einzelner Länder sich aber nur langsam erholen. „In erster Linie gilt das für die Länder mit hochorganisierter Wirtschaft“, präzisierte er. „Die schnell wachsenden Wirtschaften weisen bessere Prozente vor.“ Für alle Länder sei es aber sehr wichtig, eine gute Infrastruktur für das Kleinunternehmertum und den Mittelstand zu haben. „Wir haben dieses Thema ausführlich besprochen und uns darauf geeinigt, das Kleinunternehmertum zu unterstützen. Im Grunde wurden in allen Ländern, darunter in Russland, spezielle Pläne zur Förderung von Klein- und Mittelstandsunternehmen verabschiedet.“

    Viel Wert legte Präsident Medwedew auf die Beteiligung von großen staatlichen Banken an entsprechenden Programmen. „Diese Programme existieren nicht nur auf Papier - sie werden tatsächlich umgesetzt“, so der Kreml-Chef.

    Ferner erzählte er über sein jüngstes Treffen mit Unternehmern, die sich Sorgen um die möglichen Folgen des so genannten Basel-III-Plans machen. Er habe seine G20-Kollegen darauf aufmerksam gemacht, unterstrich Medwedew.

    Der Plan Basel III tritt 2012 in Kraft. Laut der russischen Zentralbank sieht er vor allem eine Verschärfung der Anforderungen an das Bankkapital erster Ebene vor, das aus einfachen Aktien und des nichtverteilten Gewinns bestehen darf. Außerdem müssen die Banken ihre kurz- (bis zu 30 Tagen) und langfristige Solvenz (bis zu einem Jahr) nachweisen.

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