04:30 22 September 2017
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    Russland und USA gehen weiter gemeinsam gegen Drogenlabors in Afghanistan vor

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    Weltweite Drogengefahr nimmt zu (258)
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    Russland und die USA planen auch weiterhin gemeinsame Einsätze gegen Drogenlabors in Afghanistan, Differenzen gibt es in Bezug auf die Vernichtung der Anbauflächen.

    Russland und die USA planen auch weiterhin gemeinsame Einsätze gegen Drogenlabors in Afghanistan, Differenzen gibt es in Bezug auf die Vernichtung der Anbauflächen.

    Russland besteht nach wie vor auf der totalen Vernichtung der Aussaaten von Opiummohn in den afghanischen Provinzen, teilte der Leiter der russischen Drogenaufsichtsbehörde, Viktor Iwanow, der RIA Novosti am Montag weiter mit.

    „Wir haben Pläne, die gemeinsamen Operationen Russlands und der USA fortzusetzen. Am 21. Oktober haben wir eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der wir unsere Absicht bekanntgegeben haben, die Liquidierung der Infrastruktur, vor allem die Vernichtung der Drogenlabors, fortzusetzen“, so Iwanow.

    Russische und US-amerikanische Sicherheitsdienste haben am 28. Oktober erstmals in der Geschichte wenige Kilometer von der Grenze zu Pakistan entfernt eine gemeinsame Operation zur Vernichtung von vier Drogenlabors in Afghanistan (drei Labors stellten Heroin und ein Labor Opiaten her) durchgeführt. Vorläufigen Angaben der russischen Behörde zufolge erlitten die Laborbesitzer dabei einen Schaden von mindestens einer Milliarde US-Dollar.

    An der Operation nahmen Angehörige der russischen Drogenaufsichtsbehörde, der Truppen des Innenministeriums Afghanistans und von US-amerikanischen Sondereinheiten teil. Neun Hubschrauber der Koalitionskräfte seien eingesetzt und etwa 200 Millionen Heroin-Dosen vernichtet worden.

    Viktor Iwanow bedauerte, dass von den insgesamt 70 in Afghanistan eingesetzten Teilnehmern der Operation nur vier Angehörige der russischen Drogenaufsicht waren.

    Nach seinen Worten unterscheiden sich die Meinungen Russlands und der USA zur Vernichtung der Aussaatflächen mit rauschgifthaltigen Pflanzen. Auch in den Vereinigten Staaten selbst gibt es Meinungsdifferenzen dazu.

    Russland besteht darauf, dass alle mit Mohn bebauten Flächen in Afghanistan total vernichtet werden, das würde den Drogenkonsum eindämmen. Die Nato weigert sich, die Aussaatflächen zu vernichten, weil dies die afghanischen Bauern dazu bewegen würde, zu den Taliban überzuwechseln. Die Nato hat deshalb die Bauern in Ruhe gelassen und sich auf den Kampf gegen die Drogenbarone, Drogenlabors und Rauschgiftschmuggler konzentriert.

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