21:51 23 September 2017
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    Doppelspiel der Nato? Russlands Verteidigungsminister glaubt WikiLeaks nicht

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    WikiLeaks veröffentlicht Geheimdokumente des US-Außenamtes (107)
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    Die jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen, laut denen die Nato Russland nach wie vor als Feind betrachtet, lösen beim russischen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow Skepsis aus.

    Die jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen, laut denen die Nato Russland nach wie vor als Feind betrachtet, lösen beim russischen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow Skepsis aus.

    „Wir hoffen und möchten, dass diese Veröffentlichungen sich als unwahr erweisen“, sagte Serdjukow am Montag dem Nachrichtensender Westi-24. Dabei räumte er ein, dass „jede Truppenstationierung an der russischen Grenze Besorgnis erregt“. Im Fall einer solchen Bedrohung wäre Russland „gezwungen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die den Maßnahmen, die ein Staat oder der gesamte Block durchführt, angemessen sind.“

    Die neue Strategie der Nato, die beim Gipfel in Lissabon abgesegnet worden sei und Russland nicht als Bedrohung behandle, käme laut Serdjukow Moskau besser zupass als die bisherigen Konzepte. „Deshalb blicken wir auf dieses Dokument mit Optimismus und erwarten eine positive Entwicklung in unseren Beziehungen.“

    Das, obwohl sich Russland nach dem Georgien-Konflikt im August 2008 keine Illusionen mache, so Serdjukow. Auch deshalb nehme Russland die WikiLeaks-Veröffentlichungen gelassen auf. Dennoch erwarte Moskau eine Reaktion aus Washington auf diese Enthüllungen. „Wir wünschen uns ein Dementi dazu, eine offizielle Stellungnahme“, sagte der russische Verteidigungsminister.

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