21:22 20 August 2017
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    Volksverhetzung bedroht Stabilität des Staates - Medwedew

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    Massenkrawalle in Moskau nach dem Tod eines Fußballfans (43)
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    Das Schüren von nationalem Hass ist Präsident Dmitri Medwedew zufolge für den Staat besonders gefährlich. Die Polizei müsse Krawalle mit allen gesetzlichen Mitteln verhindern, so der russische Präsident.

    Das Schüren von nationalem Hass ist Präsident Dmitri Medwedew zufolge für den Staat besonders gefährlich. Die Polizei müsse Krawalle mit allen gesetzlichen Mitteln verhindern, so der russische Präsident.

    „Besonders gefährlich sind Taten, die zu rassistischem und nationalistischem Hass und zu Feindschaft wegen verschiedener Religionszugehörigkeit aufwiegeln. Solche Taten bedrohen die Stabilität des Staates“; sagte Medwedew am Montag.

    Am Samstag hatten sich auf dem Manegeplatz im Moskauer Stadtkern rund 5 500 hauptsächlich junge Menschen versammelt, die sowohl Fußball-Fanclubs als auch nationalistische Organisationen vertraten. Es kam zu einer Massenprügelei. Als Vorwand für die Massenunruhen diente der Mord an einem Spartak-Fan, der am 6. Dezember bei einer Schlägerei im Norden von Moskau erschossen worden war. Die Emotionen hatten sich an dem Umstand aufgeheizt, dass einige der an dem Raufhandel beteiligten Männer, die aus der Kaukasusregion stammen, nach dem Verhör wieder auf freien Fuß gesetzt worden waren.

    Bei den Samstags-Krawallen auf dem Manegeplatz wurden nach Angaben des Pressedienstes des Bürgermeisters und der Regierung der russischen Hauptstadt 32 Menschen verletzt. Sieben Verletzte befinden sich gegenwärtig in Krankenhäusern.

    Wie Alexej Sacharow, der Stellvertreter des Moskauer Generalstaatsanwalts, am Montag in einer Sitzung der Gesellschaftskammer Russlands mitteilte, haben die Rechtsschutz-Strukturen der Hauptstadt zehn Strafrechtsfälle gegen mutmaßliche Täter eingeleitet, die bei den Tumulten am 11. Dezember auf dem Manegenplatz Bürger „nicht-slawischer Nationalität“ verletzt haben sollen.

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