08:24 23 August 2017
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    Japan bedauert Kurilen-Besuch von russischem Vizepremier

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    Zunehmende Spannungen zwischen Russland und Japan (132)
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    Der stellvertretende Außenminister von Japan, Kenichiro Sasae, hat am Montag während eines Telefongesprächs mit Michail Belyj, dem russischen Botschafter in Japan, sein Bedauern im Zusammenhang mit dem heutigen Kurilen-Besuch des ersten Vizepremiers Russlands, Igor Schuwalow, geäußert.

    Der stellvertretende Außenminister von Japan, Kenichiro Sasae, hat am Montag während eines Telefongesprächs mit Michail Belyj, dem russischen Botschafter in Japan, sein Bedauern im Zusammenhang mit dem heutigen Kurilen-Besuch des ersten Vizepremiers Russlands, Igor Schuwalow, geäußert.

    Das teilt die Nachrichtenagentur Kyodo mit.

    Schuwalow besuchte am Montag die Kurilen-Inseln Iturup und Kunashir. In diesem Zusammenhang verwies eine Quelle im japanischen Außenministerium auf Russlands Beteuerungen aus der jüngsten Zeit, die Gebietsfragen mit Japan in einer ruhigen Atmosphäre erörtern zu wollen, teilt Kyodo mit. Bei RIA Novosti ist bisher keine Stellungnahme der russischen Botschaft eingelangt.

    Tokio betrachtet die südlichen Kurilen-Inseln - Iturup, Kunashir, Shikotan und Habomai - als japanisches Territorium. Dabei beruft es sich auf einen bilateralen Handels- und Grenzvertrag von 1855. Russlands Position besteht darin, dass die Südkurilen seit dem Zweiten Weltkrieg zum Bestand der Sowjetunion, deren Rechtsnachfolger Russland ist, gehören. Die russische Souveränität über diese Gebiete ist durch verbindliche Völkerrechtsverträge untermauert.

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte am 1. November Kunashir, die südlichste Insel der Großen Kurilenkette, besucht. Dies war die erste Kurilen-Reise eines russischen Staatschefs. Wegen dem Streit um die territoriale Zugehörigkeit der ostasiatischen Inselkette haben Moskau und Tokio seit 1945 keinen Friedensvertrag unterzeichnet.

    Die Führung in Tokio, die die südlichen Kurilen-Inseln als „die nördlichen Gebiete“ (Japans) bezeichnet, reagierte empfindlich auf Medwedews Kurilen-Besuch. Moskau pochte jedoch darauf, dass der russische Staatschef nicht verpflichtet sei, seine Reiserouten mit wem auch immer abzustimmen.

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