08:41 21 August 2017
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    IWF empfiehlt Estland Erhöhung der Umsatzsteuer

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    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der baltischen Republik Estland Änderungen in der Steuerpolitik zur Erlangung eines Haushaltsüberschusses empfohlen.

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der baltischen Republik Estland Änderungen in der Steuerpolitik zur Erlangung eines Haushaltsüberschusses empfohlen.

    "Die Umsatzsteuer, die gegenwärtig bei 20 Prozent liegt,  sollte heraufgesetzt werden. Zudem sollten die Umwelt- und die Vermögenssteuer eingeführt werden", sagte Alexander Hoffmeister, Chef einer IWF-Delegation, am Montag auf einer Pressekonferenz in der estnischen Zentralbank. "Estland muss die harte Budgetpolitik fortsetzen, die es dem Land bereits ermöglicht hatte, in die Eurozone einzusteigen. Es gilt, den Haushalt wieder defizitlos zu machen und die Reserven auf dem Vorkrisenstand wiederherzustellen", sagte der Experte.

    Der IWF geht davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in Estland im kommenden Jahr bei 3,5 bis 4,0 Prozent liegen wird. Dabei werde die Wirtschaft hauptsächlich von steigenden Exporten profitieren, die Nachfrage auf dem Inlandsmarkt bleibe weiterhin schwach, hieß es.

    Das Parlament in Tallinn hatte am 8. Dezember für 2011 einen defizitären Staatshaushalt verabschiedet. Der Fehlbetrag wird mit rund 300 Millionen Euro etwa 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen.

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