00:37 24 Januar 2018
SNA Radio
    Politik

    Irans Ex-Außenminister hält seine Entlassung für „undiplomatisch und beleidigend“ - AP

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Der ehemalige iranische Außenminister Manuchehr Mottaki, den der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Montag entlassen hat, hat erklärt, dass er über seine Amtsenthebung weder vor noch während seiner diplomatischen Senegal-Reise informiert worden ist.

    Der ehemalige iranische Außenminister Manuchehr Mottaki, den der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Montag entlassen hat, hat erklärt, dass er über seine Amtsenthebung weder vor noch während seiner diplomatischen Senegal-Reise informiert worden ist.

    Das teilte die Agentur Associated Press am Sonntag unter Hinweis auf iranische Medien mit.

    In einem Interview mit der iranischen Agentur Mehr bezeichnete Mottaki seine Entlassung als „undiplomatisch, nicht islamisch und beleidigend“.

    Die feierliche Verabschiedungszeremonie des iranischen Ex-Außenministers fand am Sonntag statt. Aber Mottaki wohnte ihr  nicht bei, da er nach seinen Worten nichts von dieser geplanten Veranstaltung wusste.

    Ahmadinedschad hatte Mottaki am 13. Dezember entlassen und den Chef der iranischen Atomenergieorganisation, Ali Akhbar Salehi, zum kommissarischen Außenminister ernannt.

    Iranische Medien hatten im Laufe des Jahres von der Absicht des Parlaments der Republik berichtet, die Entlassung Mottakis anzustreben, falls neue Sanktionen des UN-Sicherheitsrates gegen das Land verhängt würden. Solche Sanktionen folgten im Juni.

    Bereits am Tag nach der Amtsenthebung des Außenministers sagte der amtliche Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, dass die Entlassung Mottakis nicht zu Änderungen in der Außenpolitik der Islamischen Republi führen werde und dass die Hauptrichtungen der Außenpolitik Irans auf höchster Ebene bestimmt seien und das Außenministerium diese Politik befolge.

    Die USA und eine Reihe von anderen westlichen Ländern bezichtigen den Iran der Entwicklung von Kernwaffen unter dem Deckmantel eines Programms zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Teheran weist alle Anschuldigungen zurück und betont, dass sein Atomprogramm ausschließlicht auf die Deckung des Strombedarfes des Landes ausgerichtet sei.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte im Juni 2010 eine neue Resolution verabschiedet, die strengere Sanktionen gegen den Iran vorsieht. Das ist bereits die vierte vom Sicherheitsrat verabschiedete Resolution wegen des Unwillens Teherans, die internationalen Forderungen zu erfüllen und eine Reihe von Fragen zum iranischen Atomprogramm, darunter zu seiner voraussichtlichen militärischen Komponente, zu klären.