00:36 18 November 2018
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    Präsidentenwahlen in Weißrussland: Lukaschenko siegt, Opposition läuft Sturm

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    Weißrussland nach den Präsidentenwahlen 2010 (122)
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    Der derzeitige weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist mit fast 80 Prozent der Stimmen als Sieger der Präsidentenwahlen vom Sonntag hervorgegangen. Im Anschluss an die Wahlen kam es in Minsk zu blutigen Straßenprotesten.

    Der derzeitige weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist mit fast 80 Prozent der Stimmen als Sieger der Präsidentenwahlen vom Sonntag hervorgegangen. Im Anschluss an die Wahlen kam es in Minsk zu blutigen Straßenprotesten.

    Laut Lydia Jermoschina, der Vorsitzenden der Zentralen Wahlkommission (ZIK), hat Lukaschenko nach Auswertung von 100 Prozent der Stimmzettel bei den Präsidentschaftswahlen 79,67 Prozent der Wählerstimmen erreicht.

    Der ZIK-Vorsitzenden Jermoschina zufolge haben 90,66 Prozent der stimmberechtigten Bürger des Landes an den Wahlen teilgenommen.

    Bei den vorangegangenen Präsidentschaftswahlen 2006 hatte Lukaschenko mit 83 Prozent der Wählerstimmen gesiegt.

    Zum nächsten Konkurrenten Lukaschenkos wurde Kandidat Andrej Sannikow, der 2,56 Prozent der Stimmen erhielt.

    Die anderen acht Kandidaten sammelten zwischen 0,48 und 1,97 Prozent der Wählerstimmen.

    6,47 Prozent der Wähler stimmten "gegen alle".

    Die Stimmenzählung bei der ZIK habe sich wegen Aktionen der Opposition verzögert. Nach der Schließung der Wahllokale organisierten die Oppositionellen eine nicht genehmigte Kundgebung auf dem Oktober-Platz in der Stadtmitte von Minsk, von wo sie dann zum Haus der weißrussischen Regierung zogen.

    Die Oppositionellen versuchten mehrmals, das Haus der Regierung zu erstürmen, schlugen Fenster ein und brachen eine Tür auf. Mitarbeiter der Rechtsschutzbehörden, des OMON-Sonderkommandos der Miliz und Angehörige der Einsatztruppen des Innenministeriums verdrängten die Menschenmenge vom Platz der Unabhängigkeit.

    Einige Oppositionelle erlitten bei Zusammenstößen mit Milizangehörigen Verletzungen.

    Der Opposition zufolge sind einige Präsidentschaftskandidaten, die an der Protestaktion teilgenommen hatten, festgenommen worden. Dabei handelt es sich um die Politiker Nikolai Statkewitsch, Andrej Sannikow, Grigori Kostussew und Vitali Rymaschewski. Wladimir Nekljajew, ein weiterer Kandidat, der während der Kundgebung der Opposition nach den Wahlen verletzt wurde, ist laut Angaben seiner Ehefrau Olga aus einem Krankenhaus in eine Milizabteilung gebracht worden.

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