18:41 16 Juli 2018
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    WikiLeaks-Gründer fürchtet bei Auslieferung an die USA um sein Leben

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    WikiLeaks veröffentlicht Geheimdokumente des US-Außenamtes (107)
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    Der Gründer der Online-Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, rechnet mit der Unterstützung der britischen Bevölkerung für den Fall, dass die USA seine Auslieferung beantragen. Er fürchtet, in einem US-Gefängnis getötet zu werden.

    Unterstützung der britischen Bevölkerung für den Fall, dass die USA seine Auslieferung beantragen. Er fürchtet, in einem US-Gefängnis getötet zu werden.

    Wie Assange während eines Interviews mit der britischen Zeitung „The Guardian“ am Freitag sagte, sei seine Überstellung an die USA derzeit „politisch unmöglich“. Die USA suchen derzeit nach Wegen, Assange wegen Geheimnisverrats vor Gericht zu stellen.

    Assange steht gegenwärtig in Großbritannien unter Hausarrest. Sein Schicksal liege aber in den Händen von Premier David Cameron. Das Land habe das Recht, bei politischen Delikten eine Überstellung zu verweigern. Wenn die britische Bevölkerung Assange zu Seite stehe, werde Cameron die Entscheidung, ihn an die Amerikaner zu überstellen, nicht leicht fallen, so der prominente Aufdecker.

    „Das ist eine politische Frage. Wir vermuten, dass es zu Versuchen kommen wird, die politische Meinung Großbritanniens zu beeinflussen“, sagte Assange der Zeitung und bezeichnete die Chance, dass er in den USA getötet werden könnte, als „groß“. 

    Der 39-jährige Australier Assange war am 16. Dezember gegen Kaution aus der britischen Untersuchungshaft entlassen worden. Die schwedischen Behörden wollen den Australier wegen Vergewaltigungsvorwürfen befragen und deswegen seine Auslieferung aus Großbritannien erreichen. Der WikiLeaks-Chef, der alle Vorwürfe zurückweist, befürchtet, dass er letztlich an die USA überstellt wird.

    Seine Festnahme verbindet Assange mit seinen Veröffentlichungen von US-Geheimpapieren. Die Internetplattform WikiLeaks hatte riesige Mengen an vertraulichen und geheimen Depeschen zahlreicher US-Diplomaten sowie geheime Pentagon-Dokumente veröffentlicht.

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