00:05 19 Oktober 2018
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    Israel und Hamas beschuldigen einander – UN-Koordinator spürt „Friedenswunsch“

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    Israel und die in Gaza regierende Bewegung Hamas haben sich bereit erklärt, die Spannungen in dieser Region abzubauen. Beide Seiten rufen zur Einstellung der Kampfhandlungen auf. Das geht aus einer Stellungnahme des UN-Koordinators für den Nahost-Friedensprozess, Robert Serry, hervor.

     

    Israel und die in Gaza regierende Bewegung Hamas haben sich bereit erklärt, die Spannungen in dieser Region abzubauen. Beide Seiten rufen zur Einstellung der Kampfhandlungen auf. Das geht aus einer Stellungnahme des UN-Koordinators für den Nahost-Friedensprozess, Robert Serry, hervor.

    „Wir haben den klaren Wunsch aller interessierten Seiten, eine Ausweitung des Konfliktes zu verhindern und Ruhe in der Region zu wahren, zu spüren bekommen“, so Serry, der zugleich die Seiten aufforderte „die Gewalt zu stoppen“.

    Die Realität sieht inzwischen ganz anders aus.

    Laut dem Hamas-Sprecher im Gaza-Streifen, Taher al-Nunu, hat der Chef der islamistischen Kabinetts, Ismail Haniya, in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die jüngsten israelischen Angriffe gegen die Enklave beklagt.

    Dem Sprecher zufolge hat der Nahost-Beauftragte der UNO in der Nacht auf den heutigen Freitag eine schriftliche Beschwerde über die israelische Eskalation und die andauernden Übergriffe Israels gegen das palästinensische Volk, insbesondere im Gaza-Streifen, an den UN-Generalsekretär übermittelt.

    Nach Angaben von Taher al-Nunu sind seit Anfang 2009, nach der Beendigung der militärischen Operation Israels im Gaza-Streifen, insgesamt mehr als 200 Palästinenser getötet und mehr als 1000 verletzt worden.

    Israel hatte sich in dieser Woche bei der UNO über die zunehmenden Feuerangriffe vom Gaza-Streifen aus beklagt und die Völkergemeinschaft aufgefordert, die Handlungen der palästinensischen Extremisten zu verurteilen. Zudem hat das Land die Absicht bekundet, sein Recht auf Selbstverteidigung geltend zu machen.

    Seit Wochenanfang waren mindestens 20 Raketen und Minen gegen den israelischen Süden abgefeuert worden. Eines der Geschosse war am Dienstag am Kindergarten in einem in Grenznähe liegenden Kibbutz eingeschlagen, wobei eine 14-jährige Israelin verletzt worden war.

     

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