14:25 15 Oktober 2018
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    Thaci: Organhandel-Vorwürfe von Serbien und Russland fabriziert

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    Der kosovarische Premier Hashim Thaci hat die Vorwürfe des Europarats-Parlamentariers Dick Marty zum Organhandel im Kosovo als ein "mit Segen Russlands von Serbien vorbereitetes politisches Pamphlet" bezeichnet.

    Der kosovarische Premier Hashim Thaci hat die Vorwürfe des Europarats-Parlamentariers Dick Marty zum Organhandel im Kosovo als ein "mit Segen Russlands von Serbien vorbereitetes politisches Pamphlet" bezeichnet.

    Dies meldete die Tageszeitung "Koha Ditore" am Freitag.

    Marty hatte vergangene Woche einen Bericht vorgestellt. Darin heißt es, dass Thaci Ende der 1990er Jahre Boss einer albanischen Mafia-Gruppe gewesen sei, die mit Waffen, Organen und Menschen gehandelt sowie Auftragsmorde verübt habe.

    „Der Bericht ist gegen das Kosovo gerichtet und ich werde das vor Gericht beweisen“, sagte Thaci in einem Interview für "Koha Ditore". Er drohte dem Ermittler des Europarats Marty mit rechtlichen Konsequenzen. „Er versucht, sich mit der Immunität zu schützen. Doch bleibt die Abgeordnetenimmunität nicht auf Lebenszeit bestehen“, sagte Thaci. "Ich bin 40 Jahre alt und werde warten, bis seine Immunität erlischt.“

    Die Vorwürfe würden seine Position in den Gesprächen mit dem Präsidenten Serbiens Boris Tadic nicht unterwühlen, so Thaci.

    Der ehemalige Schweizer Staatsanwalt Dick Marty war 2008 vom Europarat auf russischen Antrag mit der Erstellung seines Berichtes beauftragt worden. Grund dafür waren die Vorwürfe der damaligen Chefanklägerin des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, Carla Del Ponte, gegen Thaci. In ihrem Buch „Die Jagd - Ich und die Kriegsverbrecher“ schrieb Del Ponte über die Entführung von hunderten Serben im Kosovo und angebliche Organschmuggel-Aktivitäten von Kosovo-Albanern, ohne jedoch stichhaltige Beweise vorgebracht zu haben.

    Nach der Veröffentlichung des Berichts hat die EU-Kommission den Sonderberichterstatter Marty dazu aufgefordert, die monströsen Vorwürfen gegen Thaci mit Beweisen zu belegen. Moskau und Belgrad warnten, die schweren Anschuldigungen gegen den kosovarischen Premier, der in den 90er Mitbegründer und Führer der terroristischen Kosovo-Befreiungsarmee UCK war, zu ignorieren.

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