15:34 20 Juni 2018
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    Israel beansprucht Gasfelder im Mittelmeer für sich

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    Der israelische Premier Benjamin Netanjahu ist entschlossen, die auf dem Mittelmeerschelf neu entdeckten Gasvorräte gegen „feindliche Übergriffe“ zu schützen und den Gewinnanteil seines Staates an der Gasförderung auf das Doppelte zu steigern.

    Der israelische Premier Benjamin Netanjahu ist entschlossen, die auf dem Mittelmeerschelf neu entdeckten Gasvorräte gegen „feindliche Übergriffe“ zu schützen und den Gewinnanteil seines Staates an der Gasförderung auf das Doppelte zu steigern.

    „Es besteht kein Zweifel, dass diese Ressourcen, dieses Gasprojekt, für die Feinde Israels ein strategisches Ziel sind… Daher habe ich beschlossen, Israel am Schutz dieser Aktiva, dieses Projektes, teilnehmen zu lassen“, veröffentlicht Netanjahus Pressedienst am heutigen Mittwoch die Worte des israelischen Ministerpräsidenten. 

    Der Libanon, der sich formell im Krieg gegen Israel befindet, erhebt Anspruch auf einen Teil der Gasfelder Leviathan und Tamar, die derzeit von einem US-amerikanisch-israelischen Konsortium abgebaut werden. 

    Israel verknüpft seine Hoffnungen auf eine dauerhafte Energie-Unabhängigkeit und ein bedeutendes Exportpotential mit dem Vorkommen Leviathan, dessen Vorräte auf 450 Milliarden geschätzt werden, und dem benachbarten Tamar mit einem um die Hälfte geringeren Umfang. Indes haben neu entdeckte Energieträgerressourcen die Pläne zur Lieferung von russischem Gas an Israel durchkreuzt.

    Netanjahu hatte einem Vorschlag der Expertenkommission des Finanzministeriums, den Anteil des Staates an den Einnahmen aus der Gasförderung auf 52 bis 62 Prozent zu erhöhen, zugestimmt. „Meiner Meinung nach hat die Kommission die richtige Balance zwischen den Bedürfnissen der israelischen Bürger und den Interessen der Investoren bzw. der Unternehmer gefunden“, so Netanjahu.

    Der israelische Premier hat Finanzminister Yuval Steinitz beauftragt, einen entsprechenden Gesetzentwurf schon am kommenden Sonntag der Regierung vorzulegen, damit das Dokument baldigst vom Parlament bestätigt wird.

    „Ich appelliere an alle - Minister, Knesset-Abgeordnete, Investoren, Unternehmer und die Öffentlichkeit -, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und sich gemeinsam um die schnellere Erschließung der Vorkommen zu bemühen“, sagte der Premier. Ihm zufolge sollen die Erlöse aus der Gasförderung vor allem für das Bildungswesen und die nationale Sicherheit verwendet werden.


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