09:52 16 Oktober 2018
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    Nato-Chef Rasmussen lehnt Teilung des Kosovo ab

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    Kosovo-Unabhängigkeit (220)
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    Eine Teilung der abtrünnigen serbischen Provinz Kosovo wäre laut Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen unannehmbar für die Weltgemeinschaft, Belgrad und Pristina müssen für eine Stabilisierung zusammenarbeiten.

    Eine Teilung der abtrünnigen serbischen Provinz Kosovo wäre laut Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen unannehmbar für die Weltgemeinschaft, Belgrad und Pristina müssen für eine Stabilisierung zusammenarbeiten.

    Eine Teilung des Kosovo käme nicht in Frage - und dieser Ansatz sollte als Ausgangspunkt dienen, sagte Rasmussen in einem Gespräch mit der albanischsprachigen Pristinaer Zeitung „Koha ditore“. Beide Parteien sollten verantwortungsbewusst und konstruktiv handeln. Rasmussen rief die kosovarische Regierung in Pristina auf, die Dezentralisierung zu fördern. Belgrad sollte seinerseits Schritte vermeiden, die zu einer Destabilisierung im Nordkosovo führen könnten.

    Der Hintergrund für diese Aussagen ist, dass die serbische Minderheit, die hauptsächlich im Norden des Kosovo lebt und fünf bis zehn Prozent der Gesamtbevölkerung der Region ausmacht, nach der einseitigen Unabhängigkeitserklärung Pristinas die albanische Regierung nicht anerkennt und eigene, von Serbien unterstützte Behörden eingesetzt hat.

    Von einer Nato-Mitgliedschaft des Kosovo kann nicht die Rede sein, so Rasmussen weiter. Denn einige Nato- und EU-Staaten hätten das Kosovo immer noch nicht als staatlich unabhängig anerkannt.

    Das Kosovo, das 1999 unter UN-Verwaltung stand, hatte im Februar 2008 mit Rückendeckung der USA und führender EU-Staaten seine Unabhängigkeit erklärt. Serbien verkündete, den Verlust von 15 Prozent seines Gebietes niemals zu akzeptieren. Die UN-Vetomächte Russland und China, aber auch Indien und viele weitere Staaten betrachten das Kosovo weiter als Bestandteil Serbiens.

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