14:57 20 Februar 2018
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    Gegner und Anhänger Gaddafis gehen in Libyen auf die Straße

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Nachdem in der Nacht zum Mittwoch in der libyschen Stadt Bangasi gegen die Regierung gerichtete Protestaktionen stattgefunden haben, demonstrieren nun Anhänger des Führers der libyschen Revolution, Muammar al-Gaddafi, zu dessen Unterstützung.

    Nachdem in der Nacht zum Mittwoch in der libyschen Stadt Bangasi gegen die Regierung gerichtete Protestaktionen stattgefunden haben, demonstrieren nun Anhänger des Führers der libyschen Revolution, Muammar al-Gaddafi, zu dessen Unterstützung.

    Das teilte die Agentur France-Presse unter Hinweis auf libysche Medien mit.

    Nach Angaben der Internet-Version der Zeitung Al-Manara versammelten sich in Bengasi, der zweitgrößten libyschen Stadt, am Dienstagabend vor einem Polizeirevier die Verwandten von Häftlingen, die 1996 im Abu-Slim-Gefängnis in Tripolis unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen waren.

    Die Demonstranten forderten die Freilassung des Anwalts und Menschenrechtlers Fethi Tarbel, der ihre Interessen vertritt. Die Zeitung Qurina, die dem Sohn Gaddafis Saif al-Islam nahe steht, schreibt, dass der  aus einem unbekannten Grund festgenommene Menschenrechtler bald darauf aus der Haft entlassen worden sei.

    Aber nach der Freilassung Tarbels seien die Demonstranten nicht auseinander gegangen. Es sei zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, meldet die Webseite Libya al-Voum. Danach haben Sicherheitskräfte einige hunderte Demonstranten auseinander getrieben, die Losungen gegen das herrschende Regime skandiert haben. Bei den Zusammenstößen seien 14 Menschen verletzt worden.

    Etwa um 04. 00 Ortszeit meldete der libysche staatliche TV-Kanal al-Jamahiriya, dass nach den Protestaktionen in Bengasi in einigen Städten des Landes Demonstrationen zur Unterstützung Muammar Gaddafis stattgefunden haben.

    Der TV-Kanal zeigte Bilder solcher Aktionen, die in Bengasi selbst, in Tripolis, der Hauptstadt von Libyen, und in Sirt, wo Gaddafi geboren worden war, stattfanden. Die Demonstranten hielten libysche Flaggen und Bilder Gaddafis in den Händen sowie riefen Losungen aus, die ihn rühmten.

    Ausgangspunkt der Unruhen in der Region war die „Jasminrevolution“ in Tunesien vom 14. Januar. Der Präsident von Tunesien Zine el-Abidine Ben Ali floh mit der Familie nach Saudi Arabien und wurde am Tag darauf abgesetzt.

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