18:33 16 Juli 2018
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    Protestwelle in Ägypten: Schifffahrt am Suezkanal trotz Streik ungehindert

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    Politische Krise in Ägypten (271)
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    Mindestens 1500 Mitarbeiter der Verwaltung des Suezkanals haben laut ägyptischen Medien am Donnerstag für eine Lohnerhöhung und bessere Arbeitsbedingungen gestreikt.

    Mindestens 1500 Mitarbeiter der Verwaltung des Suezkanals haben laut ägyptischen Medien am Donnerstag für eine Lohnerhöhung und bessere Arbeitsbedingungen gestreikt.

    Dem Organisationskomitee zufolge wird der Streik das normale Funktionieren des Suezkanals nicht behindern, weil daran nur Verwaltungs- und technisches Personal teilnimmt.

    Der Suezkanal ist eine der wichtigsten Verkehrsadern der Welt, die täglich 45 bis 50 Schiffen den kürzesten Weg von Europa nach Asien und umgekehrt ermöglicht.

    Am Freitag war Präsident Hosni Mubarak nach 30 Jahren an der Macht unter dem Druck der Massenunruhen in Ägypten zurückgetreten und hatte die Macht an den höchsten Militärrat mit Verteidigungsminister Hussein Tantawi an der Spitze übergeben.

    Nach Mubaraks Rücktritt erhob sich landesweit eine Streikwelle in staatlichen und Privatunternehmen, deren Mitarbeiter höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen sowie Arbeitsverträge für Saisonarbeiter forderten.

    Die Streiks wurden am Donnerstag trotz der Warnung des Höchsten Militärrates vom Montag landesweit fortgesetzt. Der Militärrat hatte gewarnt, dass die Streiks dem Land die Rückkehr zu einem normalen Leben, den Wiederaufbau der Wirtschaft sowie die Herstellung von Stabilität und Sicherheit verhindern würden.

    Die Regierung und die Armee Ägyptens hatten mehr als einmal betont, dass es unmöglich sei, die Löhne landesweit zu erhöhen.

    Die Straßenunruhen in Ägypten hatten am 25. Januar begonnen, seitdem verzeichnet der Landeshaushalt tägliche Verluste in Höhe von 310 Millionen US-Dollar. Das ägyptische Bankensystem ist fast gelähmt, seit dem 27. Januar funktioniert auch die Börse nicht, auch der Tourismusindustrie ist ein riesiger Schaden zugefügt worden.

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