00:14 16 Dezember 2017
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    Russland unterstützt Dialog zwischen Behörden und Opposition in Bahrain

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    Russland tritt laut dem russischen Außenministerium für einen gründlichen Dialog in einer ruhigen Atmosphäre zwischen den Behörden und der Opposition von Bahrain ein.

    Russland tritt laut dem russischen Außenministerium für einen gründlichen Dialog in einer ruhigen Atmosphäre zwischen den Behörden und der Opposition von Bahrain ein.

    In der Mitteilung des russischen Außenministeriums vom heutigen Dienstag heißt es dazu: „Moskau hält die Suche und das Finden von Lösungen für alle herangereiften Fragen in Bahrain auf der Rechtsgrundlage für wichtig und unterstützt die Durchführung eines umfassenden Dialogs zwischen den Behörden und den Oppositionellen in einer ruhigen und von Gewalt freien Atmosphäre. Wir sind überzeugt, dass dies ermöglichen wird, die Rückkehr des Landes zu einem normalen Leben zu sichern.“

    In Russland werde die Entwicklung im Königreich Bahrain aufmerksam verfolgt.

    „Manama, die Hauptstadt von Bahrain, wurde in den vergangenen Tagen von Protesten der Opposition erfasst, die zu Zusammenstößen mit Rechtsordnungskräften, zum Tod von Menschen und zu einer großen Zahl von Verletzten führten. Zurzeit werden die Protestdemonstrationen fortgesetzt. Aber sie verlaufen ruhig und stoßen nicht auf den Widerstand der Sicherheitskräfte. Gleichzeitig finden auch Aktionen von Anhängern der Behörden statt“, teilt das russische Außenamt mit.

    Auch habe sich die Führung von Bahrain bereit erklärt, einen Dialog mit den Manifestanten aufzunehmen, um den gesamten Komplex der sozialen und wirtschaftlichen Probleme zu besprechen, denen sich die Gesellschaft in Bahrain gegenüber sehe.

    Die Krawalle in Bahrain begannen am 14. Februar. Die Demonstranten besetzten den zentralen Platz von Manama und forderten politische Reformen, den Rücktritt der Regierung und die „Herstellung einer wahren Verfassungsmonarchie“. Die Behörden versuchten, den Protesten mit Gewalt ein Ende zu setzen. Bei Zusammenstößen mit der Polizei kamen sechs Menschen ums Leben. Hunderte wurden verletzt.

    Dann änderte die herrschende Dynastie unerwartet ihre Taktik. Der Erbprinz von Bahrain Salman ben Hamad al-Chalifa befahl den Militärs, die Wohnviertel der Hauptstadt zu verlassen, und rief zu einem Dialog mit der schiitischen Gemeinde auf.

    Die Schiiten, die 75 Prozent der Bevölkerung von Bahrain ausmachen, fordern größere Rechte und einen größeren Einfluss im Land, wo islamische Sunniten am Ruder stehen.

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