14:38 17 Dezember 2017
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    Iran verurteilt Gewalt gegen Protestdemos in Libyen und begrüßt „islamisches Erwachen“

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Der Iran verurteilt laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA die brutale Unterdrückung der Demonstranten in Libyen und appelliert an die Weltgemeinschaft, Sofortmaßnahmen zu treffen, um die Gewalt gegen die Libyer zu stoppen.

    Der Iran verurteilt laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA die brutale Unterdrückung der Demonstranten in Libyen und appelliert an die Weltgemeinschaft, Sofortmaßnahmen zu treffen, um die Gewalt gegen die Libyer zu stoppen.

    „Die Islamische Republik Iran ist der Meinung, dass der Aufstand der libyschen Moslems und deren legitime Forderungen in einer Reihe mit der echten Volksbewegung in den Ländern der Region stehen, die ein Ergebnis des islamischen Erwachens ist“, zitiert die Nachrichtenagentur den Amtssprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast. „Der Iran verfolgt die weitere Entwicklung in Libyen“, sagte Mehmanparast.

    Dem Amtssprecher des iranischen Außenministeriums zufolge sollen „internationale Strukturen wirksame und dringende Schritte unternehmen, um die Gewalt zu stoppen“.

    Am Montag äußerte der angesehene russische Nahost-Experte und Politiker Jewgeni Primakow, dass die von der jüngsten Revolutionswelle ergriffenen arabischen Länder kaum zu autoritären Regierungsformen zurückkehren würden. „Von meinem Standpunkt aus geschieht heute ein revolutionärer Aufschwung, der von nichtislamischen Gruppierungen organisiert wurde und einen sozialen Charakter hat“, sagte Primakow in einer Pressekonferenz.

    Am Montagabend berichteten arabische TV-Sender und westliche Nachrichtenagenturen, dass Kampfflugzeuge der libyschen Luftwaffe Bomben über Wohnviertel in Tripolis und anderen von Unruhen erschütterten libyschen Städten abgeworfen haben. Der Sohn des libyschen Staatschefs Gaddafi, Saif al-Islam, dementierte diese Berichte entschieden. Jedoch gab er zu, dass Kampfflugzeuge Munitionslager nahe der libyschen Hauptstadt bombardiert hätten.

    Die Massenproteste gegen Regierungen haben in den vergangenen Wochen neben Libyen auch Jemen und Bahrain erfasst. Die Protestwelle hatte mit der sogenannten Jasmin-Revolution in Tunesien begonnen und sich über Ägypten auf andere nordafrikanische Länder ausgeweitet. Zu Zusammenstößen zwischen Befürwortern von demokratischen Reformen und Sicherheitsstrukturen war es auch in Algerien, Jordanien und im Irak gekommen. 

    Nach Angaben internationaler Menschenrechtsorganisationen wurden noch vor Beginn der Bombardements in Tripolis 500 Libyer getötet und 4000 verletzt.

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