18:47 25 Februar 2018
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    Gaddafis Sohn: Medien verdrehen Fakten bei Libyen-Berichterstattung

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Saif al-Islam, der Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi, hat den internationalen Medien vorgeworfen, bei der Berichterstattung über die Entwicklung in seinem Land Fakten zu entstellen. Ihm zufolge haben die Tumulte bei weitem nicht das ganze Land erfasst. Außerdem wenden die Militärs keine Gewalt gegen die Zivilbevölkerung an, behauptet er.

    Saif al-Islam, der Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi, hat den internationalen Medien vorgeworfen, bei der Berichterstattung über die Entwicklung in seinem Land Fakten zu entstellen. Ihm zufolge haben die Tumulte bei weitem nicht das ganze Land erfasst. Außerdem wenden die Militärs keine Gewalt gegen die Zivilbevölkerung an, behauptet er.


    „Es gibt Riesenunterschiede zwischen der Realität und den Medienberichten“, sagte er in einem Interview für den amerikanischen Fernsehsender ABC. „Ruhe herrscht im gesamten Süden des Landes, im Westen und im zentralen Teil, selbst in einem Teil des Ostens.“ Saif al-Islam dementierte auch die Berichte über Überfälle von Militärs auf zivile Einwohner. „Zeigen Sie mir zumindest einen solchen Überfall, wenigstens eine einzige Bombe“, sagte er. Nach seinen Angaben haben libysche Luftstreitkräfte lediglich ein Munitionsdepot zerbombt.

    In seiner Stellungnahme zu den in den USA zu vernehmenden Forderungen, Gaddafi müsse zurücktreten, erwiderte al-Islam, dies gehe die Amerikaner nichts an.

    Zugleich räumte Gaddafis Sohn ein, das libysche Volk habe in der jetzigen Situation keine Zukunft: Der Osten Libyens könne sich nicht abtrennen, und wegen der jetzigen Tumulte würden diverse Varianten offenstehen - einschließlich eines Bürgerkrieges.

    Laut Medienberichten sind in Libyen seit dem 15. Februar massive Protestaktionen im Gange, deren Teilnehmer Gaddafis Rücktritt fordern. Bei der Niederschlagung der Proteste kamen laut unterschiedlichen Schätzungen 600 bis 2000 Menschen ums Leben, rund 4 000 weitere wurden verletzt.

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