12:46 20 November 2018
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    Libyens Opposition stellt richtig: Kein Kampfjet-Abschuss in Nordwestlibyen

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    Protestaktionen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen (403)
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    Die Aufständischen in Libyen haben in der nordwestlichen Stadt Misratah nicht wie zuvor berichtet einen Kampfjet zum Absturz gebracht, sondern einen Hubschrauber beschossen und beschädigt, nachdem dieser den städtischen Radiosender angegriffen hatte.

    Die Aufständischen in Libyen haben in der nordwestlichen Stadt Misratah nicht wie zuvor berichtet einen Kampfjet zum Absturz gebracht, sondern einen Hubschrauber beschossen und beschädigt, nachdem dieser den städtischen Radiosender angegriffen hatte.

    Das teilte ein Vertreter der libyschen Opposition der Agentur AFP mit. Damit dementierte er die frühere Meldung von Reuters, dass die Gegner des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi in Misratah einen Kampfjet abgeschossen und die Piloten gefangen genommen hätten.

    "Der Hubschrauber hat drei Raketen auf die Sendemasten von Radio Misrata abgefeuert und wurde dann durch das Gegenfeuer aus Flugabwehr-Geschützen beschädigt“, so der Sprecher. Nach seinen Angaben hat das dem Machthaber al-Gaddafi loyale Bataillon Hamza in einem Vorort von Misratah mehr als 400 Studenten der dortigen Luftwaffenakademie zwangsweise rekrutiert.

    Augenzeugenberichten zufolge kontrollieren die Regimegegner Misratah und kämpfen jetzt mit den Regierungstruppen um den vor der Stadt liegenden Luftwaffenstützpunkt.

    Die libyschen Behörden schlagen die seit Mitte Februar andauernden Proteste gegen Staatschef Muammar al-Gaddafi brutal nieder. Seit Tagen wird laut Augenzeugenberichten die Luftwaffe gegen die Demonstranten eingesetzt, was die Behörden bis jetzt abstreiten.

    Nachdem die Oppositionellen den Osten Libyens unter ihre Kontrolle gebracht hatten, wurde am Sonntag bekannt, dass auch die wichtige Petrochemiestadt Az-Zawiyya im Nordwesten des Landes von Gaddafi-Gegnern kontrolliert werde.

    Nach Angaben der Opposition und von Menschenrechtsorganisationen sind bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen bisher bis zu 2000 Menschen getötet und rund 4000 weitere verletzt worden. Fremde Staaten bringen ihre Bürger außer Landes.

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